Page 14 - bmm_0225
P. 14
a g i n
n
a g i n
a in eh eren
Akt Akten
nken zur KTM Insolvenz
In at ighofen erl bten vie e KTM Mitarbeitende ein bös gu achten und ein n gute n
Ruts attig den In ge lossen un das A em des Debakels überrascht wohl selbst Kenner der Szene. Als Laie fragt man sich, wie blind,
ignorant oder größenwahnsinnig ein Management sein muss, um Schulden in Milliarden-
höhe anzuhäufen. Stefan Schrahe, ein Leser unseres Schwesternmagazins KRADBLATT aus
en
ic ht rg ihm dabei aufgefallen ist.
Ich habe mir mal den KTM-Geschäftsbe-
richt von 2023 sowie ein paar andere Daten
über meinen statista-Zugang angeschaut,
weil mich interessiert hat, wieso KTM der-
e. interessiert, hier meine subjektive Zusam-
menfassung:
KTM hat im Jahr 2023 36,7% seiner welt-
weiten Produktion in Europa und 26,5% in
Nordamerika verkauft. Am Umsatz hat Eu-
ropa einen Anteil von 50,9% gehabt und
ein de Märkte generierten also mehr als 80%
des weltweiten KTM-Umsatzes. An dritter
Stelle rangiert Indien mit 17%; die Wert-
schöpfung lag hier aber deutlich niedriger,
Fah zeu ebe wurden. Das steht etwas im Widerspruch
ger te ger te we print des Konzerns. Ja, man ist überall
vertreten – aber Geld wurde eigentlich nur
erd Seinen Marktanteil konnte KTM 2023 leicht
st ar Ga amerika stieg der Marktanteil im Jahr 2023
auf 12,6% (Vorjahr: 11%). Im finanziellen
Ergebnis drückte sich das aber schon vor
icht mehr dies erheblich schlechter ausgefallen als
2022. So sank die EBIT-Marge von 9,7 auf
6% und statt 235,3 Mio. Euro wurden nur
). Der Cash-Flow aus der Betriebstätigkeit fiel
o.
E on o.
E or Steuern“).
KTM hat also immer mehr Fahrzeuge
verkauft, erzielte aber immer weniger Ge-
win der die schlech e P rformance Modellmix war. Interessant (und von den
Medien kaum beachtet): Als Gründe für die
2 vor allem das schlechte E-Bike-/Fahrradge-
schäft an, das nur 76,4 Mio. statt 170,6 Mio.
Euro wie 2022 erwirtschaftete (EBITDA).
Auf den Gesamtkonzern betrachtet war die-
von i 323,5 Mio. Euro (2023) zurückgegangen. Bei
gleicher Performance des Fahrradgeschäfts
bse 2023 vor Abschreibung also gestiegen statt
gesunken.
edo gestiegene Nettoverschuldung. Denn die
on – bei 909,3 Mio. Euro Eigenkapital. KTM
ünd me eines Schuldscheindarlehens (300 Mio.
18 bmm • Februar 2025 ort e
Eu Br Duke 990 „The Sniper“ Foto: Bridgestone
e
Eu päischen Investitionsbank (100 Mio. Euro
– möglicherweise für E-Mobilität) sowie ei-
ner Namensschuldverschreibung (50 Mio.
Euro).
Wo neuen US-Zentrale war mit 55 Mio. Euro
die größte Einzelinvestition in der Kon-
zerngeschichte. Schon 2023 musste KTM
außerdem Liquiditätseinbußen hinneh-
men, weil die Zahlungsziele für die Händler
aufgrund der hohen Lagerbestände verlän-
gert werden mussten. Außerdem mussten
die Händlerrabatte deutlich erhöht werden.
Tatsächlich hatte man auch für F&E (For-
schung und Entwicklung) deutlich mehr
ausgegeben als 2022 (195,1 statt 161,4 Mio.
Euro). Sehr viel Geld floss anscheinend
ic ow se so t Konnektivitätsfunktionen sowie den Seri-
enstart der 1390 ccm-Modelle gesteckt.
Damit sind wir bei dem Produktmix, der
KTM (zu dem KTM aber leider im Geschäftsbe-
richt 2023 keine Angaben macht). Aus den
wenigen, öffentlich zugänglichen Quellen
lässt sich herauslesen, dass der „größte
Motorradhersteller Europas“ im Jahr 2023
nd er tsc nem einzigen Modell in den Top 10 (> 125
st ret e
ei i en
zig p 2 KTM 125 Duke auf Rang 14 gewesen – für ei-
els els Armutszeugnis. In UK ist KTM in keinem
n-