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  Erst die Fernsehserie machte sie zur reinen Kin- derunterhaltung. Viele Eltern störten sich an der fremden Anime-Ästhetik und von literaturwissen- schaftlicher Seite wurde die fehlende Nähe zur Buchvorlage kritisiert. Doch das hinderte die Serie nicht an ihrem bahnbrechenden Erfolg. Durch die bunte und fröhliche Animationsserie wurde Maja, die fortan den Künstlernamen Maya trug, zum Weltstar. Auch heute noch. Es gibt sie als Puzzle, Computerspiel, Plastikspielzeug, Vorhänge, Party- ballon und sprechende Plüschpuppe. Mittlerweile gibt es sogar ein ganzes Maya Land mit Achterbahnen und diversen Attraktionen. Selbst im Bildungsbereich wird Maja eingesetzt, um Kinder besser zu erreichen. Das Buch und sein Autor geraten mit den Jahren im- mer mehr in Vergessenheit.
Über vierzig Jahre lief die Serie mit sehr gutem Erfolg, zum letzten Mal vom 27. April bis 19. Sep- tember 2012. Danach entsprach sie nicht mehr den technischen Standards von 9:3 und HD-Qualität. Die 70er Maya wurde durch eine 3-D Maya ersetzt. Die Presse und viele Eltern äusserten sich dazu er- neut kritisch, besonders was die 3-D-Ästhetik betraf. Doch Kinder kamen bisher kaum zu Wort, deshalb widmet sich die aktuelle IZI-Studie «Klassiker des Kinderfernsehens aus Kindersicht» ihnen und hat 95 Kinder Bilder zur Biene Maja zeichnen lassen. Ersichtlich wurde dabei, was genau die Kinder an
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