Page 30 - Praxishandbuch Leonardit
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 Einstreu auf Laufflächen
 Jürgen und Heidi Schilling
Milchbauern, Bioland-Hof „Schnepfendorf“
„Die Neuregelungen der Düngeverordnung sehen wir als Anstoß, grundsätzlich neu über den Umgang mit Wirtschaftsdüngern nachzudenken.
Die bodennahe Ausbringung durch Schleppschlauch und Injektion trifft uns, genauso wie alle kleineren Landwirte, unverhältnismäßig. Die Technik ist teuer, belastet durch das Gewicht der Geräte die Böden und führt zu Futterverschmutzung, welche uns als Heumilch- Betrieb besonders betrifft. Zudem löst dieser Ansatz das Problem der Ausgasung von Ammoniak und der Nitratbelastung des Wassers nur unzureichend.
Mit der Anwendung von Leonardit erreichen wir das Ziel, Stickstoff in Mist und Gülle in nicht flüchtiger Form zu binden. Damit steht dieser organisch und verträglich den Pflanzen zur Verfügung.
Wir streuen 1 % im Verhältnis zum Güllevolumen auf die planbefestigten Laufbereiche. Zusätzlich verteilen wir einmal pro Woche eine Mischung aus Basaltstein- mehl und Leonardit in die Einstreu der Liegebereiche
unseres Tretmiststalls. So reduzieren wir die Ausgasung von Ammoniak und anderen Verbindungen bereits dort. Und auch in der Gülle und bei der Ausbringung zeigen sich deutliche Geruchsreduzierungen.“
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