Page 4 - Brunsbüttel Magazin Feb März 2025
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Brunsbüttel


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          Mit frischem Wind ins neue Jahr: Stadtmanager Martin Rösler zieht positive Bilanz und blickt nach vorn



          Seit Oktober 2023 ist der neue Stadtmanager Martin Rösler
          nun im Amt. Wir haben uns mit ihm zusammengesetzt und
          möchten einmal hören, welche Bilanz er nach seinem ersten
          ganzen Jahr zieht und auf was sich die Brunsbütteler*innen
          sowie Gäste der Stadt in diesem Jahr freuen dürfen.

          Moin Herr Rösler, ein gesundes neues Jahr und
          vielen Dank, dass Sie sich die Zeit nehmen!
          M.R.: Wünsche ich auch und sehr gerne!

          Herr Rösler, das Jahr 2024 war ihr erstes komplettes Jahr
          an der Spitze des Stadtmanagements, wie fällt ihr Fazit aus?
          M.R.: Es war ein spannendes, abwechslungsreiches aber auch
          intensives  Jahr. Wir haben  wieder erfolgreich  viele  bekannte
          Veranstaltungsformate  durchgeführt, waren in regelmäßigen
          Gesprächsrunden inner- und außerorts vertreten und wir haben
          unsere  digitale  Marketing-  und  Kommunikationsstrategie  op-
          timiert und ausgebaut. Zudem haben wir auch einiges  neues
          etabliert, seien es punktuelle Attribute zur Steigerung der Innen-
          stadtattraktivität  oder aber Veranstaltungsformate. Im  Großen
          und Ganzen bin ich zufrieden mit dem Jahr 2024, aber vor allem
          bin ich stolz auf die Zusammenarbeit mit Kolleg*innen aus der
          Verwaltung, diese konnten wir nämlich intensivieren und somit
          in unserem Vorhaben zielorientierter agieren.
          Was genau ist damit gemeint und können Sie uns ein
          Beispiel nennen?
          M.R.: Nehmen wir das Beispiel Beach-Club.  Wir haben  diese   im Sommer in Form eines Beach-Clubs, all das konnten wir nur
          Idee im letzten Winter entwickelt und waren voller Tatendrang,   schaffen,  weil  wir  als Team  funktionieren  und  uns  gegenseitig
          etwas Großes auf die Beine zu stellen. Solch ein Vorhaben be-  vertrauen und unterstützen. So etwas ist nicht selbstverständlich!
          darf vieler Gespräche, z.B. mit dem Wasserstraßen- und Schiff-
          fahrtsamt, dem Grundstückeigentümer und den Unterpächtern.   Das klingt so, als ob Sie eine durchweg
          Dann muss diese „lockere Idee“ in ein Konzept gegossen wer-  positive Bilanz ziehen?
          den und wir müssen dies der Verwaltungsspitze aber auch der   M.R.: Im Großen und Ganzen schon… natürlich wollen wir mehr
          Kommunalpolitik vorstellen, um letzten Endes grünes Licht zu   schaffen und andere Ideen und Konzepte umsetzen, aber ab
          bekommen. Ist dies geschafft, müssen wir mit weiteren Stake-  und zu stoßen unsere Vorschläge nicht immer auf Zustimmung,
          holdern sprechen, damit wir es auch in die Tat umsetzen kön-  aber auch das ist völlig normal.
          nen. Und dann kommt der interne Kommunikationsweg z.B. mit
          Bauamt, Ordnungsamt und Bauhof. Insbesondere diese interne   Das ist ja öfter so im Leben, damit muss man
          Ideenvorstellung und Absprache lief unkompliziert und ergebnis-  immer rechnen, oder?
          orientiert, was in der Vergangenheit so nicht immer der Fall war.  M.R.: Allerdings,  dann  heißt es „Mund abwischen  und weiter
                                                              geht’s“! (lacht)
          Das klingt aber sehr umständlich und zeitintensiv…
          M.R.: Und genau das ist es auch, aber es ist ebenso unverzicht-  „Weiter geht’s“, gutes Stichwort. Worauf dürfen sich die
          bar.  Viele  sehen  immer nur das Ergebnis, wissen aber nicht,   Bürger*innen aber auch die Gäste der Stadt in diesem Jahr
          dass der Weg dorthin meistens sehr kurvig ist – aber das gehört   freuen? Was wiederholt sich, was wird anders sein?
          nun mal dazu! (lacht)                               M.R.: Ich möchte an dieser Stelle wirklich nur die Dinge nennen,
                                                              die nahezu sicher sind. Das heißt, ich bitte hiermit um Nach-
          Also möchten Sie die positive Entwicklung in der    sicht, dass wir beispielsweise keine Projektideen zur weiteren
          zusammenarbeit mit den Kolleg*innen hervorheben?    Attraktivierung der Innenstadt kundgeben, solange diese nicht
          M.R.: Unter anderem. Es ist ungemein wichtig, wenn man sich   wirklich in trockenen Tüchern sind. Es wäre suboptimal, wenn
          regelmäßig austauscht, damit auch alle eine Sprache sprechen.   wir etwas versprechen und dies – aus welchen Gründen auch
          Außerdem erleichtert es viele Dinge, das haben wir in den ver-  immer – nicht einhalten können. Nur so viel sei gesagt, wir ha-
          gangenen Monaten gespürt.                           ben einige Vorstellungen und erste Projektskizzen in der Schub-
                                                              lade liegen!
          Es war ja nicht nur Ihr erstes Jahr als Stadtmanager,
          sondern auch für den Großteil Ihres Teams?          Das heißt für mich, Sie fokussieren sich hier
          M.R.: Genau, eigentlich müsste ich nämlich hier MEIN  Team   jetzt auf das Veranstaltungsangebot?
          hervorheben. Was WIR ALLE in 2024 geleistet haben, ist im-  M.R.: Richtig. Ich denke, das ist DAS Thema, was die Leser*innen
          mens.  Ich  bin  sehr  stolz  darauf,  was  wir  vorzuweisen  haben,   erfahren möchten. Zum einen wird es natürlich wieder unsere
          sei es die Umgestaltung des Rathausplatzes mit den Tausch-  traditionellen Veranstaltungen geben, die federführend von uns
          buden, der Fahrradpumpstation und dem Tischkicker oder aber   organisiert werden. Zu nennen ist hier das Fest der Kulturen,
          die Installation eines Trinkbrunnens im Ganzjahresbetrieb, wel-  in Kooperation mit der Seemannsmission, die NOK-Romantika,
          cher in der Region einmalig ist. Aber auch die Etablierung eines   der Sternmarsch  und den Weihnachtsmarkt… ja,  wir werden
          Weihnachtsmarktes, und das nach fünf Jahren Pause, oder aber   wieder einen auf die Beine stellen, in welchen Umfang, bleibt
          unsere Idee zur Nutzung der Freifläche am Nord-Ostsee-Kanal   noch abzuwarten.

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