Page 4 - Absaug- und Filtertechnologie für Laserrauch und Laserstaub_2026
P. 4
Technologien und Je nach Lasertechnologie entstehen bei allen Anwendun- Partikelformen
gen luftgetragene Schadstoffe, klassisch als Laserrauch,
Laserstaub oder Laserdampf bezeichnet. Diese Emissionen nach Bearbeitung
Emissionen bestehen aus Partikeln unterschiedlichster Größe und Zu- mit verschiedenen
sammensetzung und können entsprechende Auswirkungen
auf den menschlichen Organismus, das Fertigungsequip-
ment und die Produktqualität haben. Lasertechniken
Die Art der Schadstoffemissionen hängt vom jeweiligen
Langpuls-Laserstrahl Laserverfahren ab.
Ausgeworfenes
Material
Sedimentationsverhalten
Oberflächentrümmer
luftgetragener Partikel
Recast-Schicht Beschädigte Oberfläche
Je feiner der Laserstaub, d. h. je kleiner die entstehenden
Partikel sind, desto länger dauert es, bis sie komplett aus Dauerstrichlaser (continuous wave cw)
der Umgebungsluft abgesunken sind – mögliche Luftbewe- Nanosekundenpuls (ns)
gungen und thermische Einflüsse ausgeschlossen. Daher
ist es umso wichtiger, dass der Schadstoff direkt an der Ent-
stehungsquelle erfasst und abgesaugt wird. Somit kommt
Mikrorisse er nicht in die Umgebungsluft.
Schmelz-
zone
Stoßwellen Wärmeübertragung auf Schwebeverhalten von Stäuben (1 g/cm )
3
umgebendes Material
Partikel-
größe
1.000
Picosekundenpuls (ps)
Ultrakurzpuls-Laserstrahl 10
0,1
Keine Oberflächentrümmer
0,001
Keine beschädigte Oberfläche
Keine Recast-Schicht 0,00001
Plasma Plume Durch-
messer
(μm) 100 50 10 1 0,1
Femtosekundenpuls (fs)
Sedimen-
tation
(cm/s) 25 7 0,3 0,004 0,00009
Keine Mikrorisse Falldauer
aus 1 m
Höhe (min) 0,007 0,2 5,6 417 18.520 Partikel können dabei hoch brenn-
Keine Stoßwellen 7 Stunden 12,8 Tage! bar oder sogar pyrophor (selbst-
Heiße, dichte Ionen Typischer entzündend) sein.
Laserrauch-
Keine Schmelzzone partikel
4 4 Absaug- und Filtertechnologie für Laserrauch und Laserstaub 5

