Page 352 - Aufruf zur Islamischen Union
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Doch die Evolutionstheorie wird auf der Tagesordnung der
Wissenschaft gehalten. Manche Menschen stellen Kritik an ihr
sogar als Angriff auf die Wissenschaft dar. Warum?
Der Grund ist, dass die Theorie für bestimmte Kreise ein un-
verzichtbarer dogmatischer Glaube ist. Diese Kreise sind der ma-
terialistischen Philosophie blind ergeben und adoptieren den
Darwinismus, weil er die einzige materialistische Erklärung ist,
die vorgestellt werden kann, um das Funktionieren der Natur zu
erklären.
Interessant genug ist, sie geben diese Tatsache von Zeit zu
Zeit zu. Ein wohlbekannter Genetiker und in der Wolle gefärbter
Evolutionist, Richard C. Lewontin von der Harvard Universität
gesteht, er sei “zuallererst einmal Materialist und dann
Wissenschaftler“:
“Es ist nicht etwa so, dass die Methoden und Institutionen
der Wissenschaft uns in irgendeiner Weise dazu zwingen,
eine materielle Erklärung für diese phänomenale Welt zu
akzeptieren, sondern wir sind gezwungen durch unser a
priori Festhalten an materiellen Ursachen einen
"Ermittlungsapparat" und eine Reihe von Konzepten zu
schaffen, die materielle Erklärungen produzieren, gleichgül-
tig wie mystifizierend dies sein mag und wie stark sich die
Intuition des nicht Eingeweihten dagegen sträuben mag,
und dadurch, dass Materialismus absolut ist, wir können es
uns also gar nicht erlauben, eine heilige Intervention zuzu-
lassen...“ 81
Das sind ausdrückliche Feststellungen, dass der
Darwinismus ein Dogma ist, dass nur zum Zweck des
Festhaltens am Materialismus am Leben gehalten wird. Das
Dogma behauptet, es gebe kein Sein außer Materie. Deswegen
argumentiert es, unbelebte, unbewusste Materie erschuf das