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Frankreich
                   Gascon Saintongeois          Gascon Saintongeois



                                                         Für mich den Großen, für dich den Kleinen
            Große 5 65-72 cm
                 7 62-68 cm
                                           eim Gascon Saintongeois handelt es sich um einen sehr gut gebauten Hund, der
            Kleine 5 56-62 cm
                 7 54-59 cm             Bgleichzeitig den Eindruck von Kraft und Eleganz vermittelt und in Kopf, Haarkleid und
                                        Ausdruck ganz dem französischenTyp entspricht. Der Kleine ist ein mittelgroßer Hund,
                                        gut ausgewogen und elegant.Als hervorragender, feinnasiger Schweißhund zeigt er eine
                                        angenehme Stimme und eine natürlicheVeranlagung für dasVerfolgen der Spur. Ruhig und
                                        anhänglich ordnet er sich leicht unter.
            Typ Braccoid
                                        DER GASCON SAINTONGEOIS
                                        IN WENIGEN WORTEN
            Pflegebedarf
                                        Kopf: Von vorn betrachtet erscheint
                              FCI
                                   -
    6       Große Laufhunde             der Schädel gewölbt und eher schmal
                                        mit gut betontem Hinterhaupthöcker.
                                   -
                               -
                                        Von oben betrachtet ist der hintere
                                        Teil des Schädels deutlich spitzbogig.
            Nachfolger des Saintonge    Der Stopp ist wenig betont.
                                        Ohren: Die Ohren sind dünn, gefal-
            Mitte des 19. Jahrhunderts ver-  tet und müssen mindestens die Na-
            suchte Graf Joseph de Carayon-La-  senspitze erreichen können. Sie sind
            tour, die im Niedergang begriffene  unterhalb der Augenlinie und recht
            Hunderasse des Chien de Sain-  weit nach hinten angesetzt, so dass
            tonge wiederzubeleben und kreuzte  sie den Schädel gut frei geben.
            deshalb deren letzte Nachkommen  Körper: Der Rücken ist sehr fest
            mit den Bleus de Gascogne des  und nicht übertrieben lang, die recht
            Baron de Ruble. Damit schuf er  muskulösen Lenden wölben sich
            den Gascon Saintongeois, wodurch  leicht und gehen in eine gut breite
            er aber das Aussterben des Chien  Kruppe über, die eher horizontal liegt.
            de Saintonge verursachte.   Die Brust ist breit und lang, sie reicht
                                        bis in Ellenbogenhöhe hinab.
            Mitte des 20. Jahrhunderts wählten  Rute: Die Rute ist kräftig am Ansatz
            im Südwesten Frankreichs einige  und verjüngt sich am Ende stark. Sie
            Jäger die kleinsten Tiere ihrer  reicht bis zum Sprunggelenkhöcker
            Würfe des großen Gascon Sainton-  hinab und wird elegant als Säbelrute
            geois aus und schufen so diese Va-  getragen.
            rietät mit dem ursprünglichen  Farben: Die Grundfarbe ist weiß.
            Zuchtziel der idealen Eignung zur  Der Hund ist schwarz gefleckt,
            Hasenjagd.                  manchmal getüpfelt.
                                        Haar: Kurzes und dichtes Haar.                                                   © Alexis/Cogis




                                                                                                    Wussten Sie’s?
                                                                                                   Der große Gascon Saintongeois
                                                                                                  ist ein Hund für die Flintenjagd
                                                                                                  und manchmal für die Hetzjagd
                                                                                                  auf Hochwild, aber auch für die
                                                                                                  Jagd auf den Hasen. Er arbeitet
                                                                                                meist in der Meute oder einzeln als
                                                                                                Fährtenhund. Der Kleine dagegen ist
                                                                                                ein vielseitig eingesetzter Hund für die
                                                                                                Flintenjagd. Zwar wurde er ursprüng-
                                                                                                lich für die Jagd als Spezialist für
                                                                                                Hasen gezüchtet, ist aber auch bei der
                                                                                                Jagd auf große Wildtiere einsetzbar.
                                                                  © Alexis/Cogis              © Alexis/Cogis





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