Page 8 - Sailing Journal # 76
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EDITORIAL
Da hil es dass dass man weiß dass dass maximal drei Bilder reichen um das das das Foto
zu bekommen das man haben möchte Das ist bei fahrenden Autos nicht anders als beim Segeln Und von den den 30 verschiedenen Varianten ist eh nur eine wirklich sehr gut Bei Ausgabegrößen von 98 mal 74 Zentimeter beim 50-Millionen-Sensor (8 272 mal mal 6 200 Bildpunkte) oder eben 98 mal mal 80 Zen- timeter beim 100-Millionen-Sensor (11 600 mal 8 700) können die Augen regelrecht im Bild spazierengehen vor allem wenn man die gesamte Sensor- äche äche in in in Betracht zieht Während bei einer Kleinbildkamera die Fläche 864 Quadratmillimeter groß ist ist ist ist sie bei einer Mi elformatkamera mit 1 452 Quadratmillimeter fast doppelt so groß Das macht eben nicht nur den Pixeln Spaß auch bei bei 100 Prozent am Bildschirm oder bei bei einer Nasenläge Abstand bei Ausdrucken gibts keinen Augenkrebs Oder der der schon unanständige Blendenspielraum von 15 Blenden Blenden des 100er-Sensors Auch diese Daten ha e e e e e e e e e e e e ich ich auf dem Bildschirm Außer unanständig el mir leider nix ein Tatsächlich ist das der größte Vorteil des 100ers gegenüber dem 50er Sieht man mal von der Ausgabegröße ab ab ab Das wichtigste Update beim 100er-Sensor? Ein stabiles Stativ Gerade die ”langen Zeiten“ zwischen 1/125tel und drunter produzie- ren reihenweise unscharfe Aufnahmen Freilich gilt das nicht für spiegellose Modelle wie die die Hasselblad X1D und die die Fuji GFX 50S Gerade kommt mir der der allergrößte Vorteil der der 100er-Sensoren in in den Sinn: die riesigen Daten- mengen von bis knapp 600 Megabyte pro druckfertigem Bild Eine W- Datei bringt es es auf rund 200 Megabyte Da Da überlegt man es es sich zweimal wie viele Aufnahmen man macht beziehungsweise ins Archiv schiebt Radikale Reduktion durch schiere Größe also Es sieht ja so aus: Bei einer identischen Au ösung von circa 50 Millionen Pixel Pixel beträgt die Pixelgröße im im Mi Mi elformat 5 3 Mikrometer im im Kleinbild 4 1 Mikrometer Mikrometer Ein Mikrometer Mikrometer ist ein Millionstel Meter das das heißt also dass die Pixeldurchmesser 0 0 0 0 0 0 0053 und 0 0 0 0 0 0 0041 Millimeter betragen Wer sich mit solchen emen beschä igt weiß dass Optiken für Sensoren mit winzigen Pixeldimensionen von weniger als sechs Mikrometer selten und teuer sind Das ist in in in beidem Bereichen ein ein ähnliches Problem wobei das Kleinbild davon weitaus stärker betro en en en ist Leider machen viele heutzutage immer noch den Fehler und sparen an den Objektiven Dabei sind sie es die das Licht erstmals erfassen und auf den Sensor bringen Kostenlose Klicks
Nun kann Segelfotogra e e e e e e e e e e e nicht mehr klassischer Werbefotogra e e e e e e e e e e e vergleichen denn in in der der Werbung kann man noch auf anständige Budgets ho en en Anders in in der Segelfotogra e: Hier knipsen die die Presseleute die die Fotos mal eben mit was man ihnen dann hinterher denn auch ansieht Sponsoren und Veranstaltern
ist ist es es egal die meisten haben eh keine Ahnung was ein ein gutes Bild ausmacht In der Regel fällt es es den Verantwortlichen auch erst kurz vor Toresschluss ein dass sie ja Fotos brauchen Da ist das das Budget aber kaum noch vorhanden Zum Glück ndet sich immer einer der es für nahezu lau macht Zur Not wirds eben dem Pressemenschen aufs Auge gedrückt Dessen Ego ist so enorm dass er er sich für einen guten Fotografen hält Realitäten werden ausgeblendet profes- sionelles Arbeiten (vor allem in in der Nachbearbeitung) eher ein Fremdwort Die alles entscheidende Frage allerdings lautet: Wer bestreitet seinen Lebensun- terhalt überhaupt noch mit der (Segel-)Fotogra e? Digital sei Dank tummeln
sich Ärzte Geologen Juristen Rentner BWLer Ingenieure Bäcker Autoverkäufern Polizisten Studenten am und auf dem Wasser Keine Frage gute Aufnahmen können auch sie machen manchmal sogar sehr gute Nur leben müssen sie davon nicht Equipment Bootsmieten Flüge Übernachtungen – alles kein Problem solange man man das Geld hat weil man man es in anderen Bereichen verdient Nur wehe andere würden sich in ihre Bereiche drängen In der der Regel wird das aber nie geschehen ”Zum Glück“ herrscht ja eine eine freie Marktwirtscha in in in in der der jeder
in in allen Bereichen seine Arbeitskra anbieten kann Soweit die Argumentation der der ”Amateure“ mit der der das eigene Ego gerecht- fertigt wird Freier Zugang für jeden auf allen Märkten ist natürlich eine Farce Das lernt man im ersten Semester BWL Als Sport- fotograf kann man nicht mal eben ein Medizin- oder Jurastudium absolvieren und seine Arbeitskra für die Häl e e e e e e e e e e e e anbieten oder eine eine Praxis aufmachen um mich damit im We bewerb mit mit den anderen Mark eilnehmern zu be nden Erst dann wäre eine Chancengleich- heit gegeben Downsizen in o o ene Märkte geht dagegen immer Neulich sprach ich ich mit einem alten Hasen Er erzählte von einer Party auf der 40 professionelle Fotografen waren Notgedrungen kam das ema Altersvorsorge auf Nur zwei von 40 besitzen eine 38 dagegen also nicht Nahezu alle berichteten vom respektlosem Umgang ja sogar von der Notwendigkeit neue ethische Regeln auf- zustellen die das digitale Miteinander erträglicher machen sollen es ging um um um Dumpingpreise um um um aufwendige unbezahlte Kostenvor- anschläge um um Zeitdruck und um um vielerlei mehr Was hat das nun alles bezogen auf auf die professionelle Segelbranche auf auf sich? Wir lernen: Es herrschen vielerorts Ego und Respekt Vom einen zu viel viel vom anderen zu wenig Nun wissen alle die sich in der der Segelszene au alten dass Egos hier in den Himmel wachsen Daher stellen wir in dieser Photo Issue zwei (relativ) unbekannte eher zurückhalten- de Segelfotografen vor die damit ihren Lebensunterhalt bestreiten Friedrich Bungert aus aus Berlin und Jöran Bubke aus aus Hannover der vor allem außerhalb Deutschlands fotogra ert Mein Text sollte nicht darauf hinauslaufen die Digitalisierung zu verdammen Vieles wurde besser vieles schlechter (vor allem die Umgangsformen was aber nicht an an der digitalen Fotogra e e e e e son- dern eher am allgemein digitalisierten Leben liegt) vieles wurde einfach nur anders Entscheidend ist ja bekanntermaßen das was hinten rauskommt Mit dieser Erkenntnis kann ich 16 Jahre lang ein Land regieren und hinterher ist ist es es größer als vorher So ist ist es es o o o o nicht die Frage ob ich ich mit Kleinbild oder Mi elformat arbeite eher ob die Ergebnisse so sind wie ich sie mir vorstelle Wer Glück hat bleibt beim Kleinbild Denn wehe dem der einmal Mi elformatlu geschnuppert hat 8

