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Viel Handarbeit von fachkundiger Winzerhand
„Unsere Betriebsphilosophie richtet den Blick auf die Kundenwünsche. Wir erzeugen klare und fruchtbetonte Weine. Das erreichen wir beim Weinausbau im Keller mit Edelstahltanks bei temperaturgezügelter Vergärung“, erläutert Winzermeister und Weinbautechniker Quirin Fleischmann die Vorgehensweise. Und auch im Weinberg überlassen die Fleischmanns nichts dem Zufall. „Wer Spitzenweine erzeu- gen will, muss seine Weinberge ständig im Blick haben“, sagt der Seniorchef und schiebt nach: „Winzer zu sein, ist mein Traumjob!“ Ein Job, der mit hohem Arbeitsaufwand und viel Handarbeit verbunden ist. „Unsere Weinberge sind extrem gepflegt, gesunde Weinberge sind die Voraussetzung für gesundes Lesegut. Respektvoller Umgang mit der Natur sichert uns und den nachfolgenden Generationen die Erwerbsgrundlage.“
Höchste Qualitäten zu erzeugen zwingt zur Reduzierung des Ertrages. So können sich in den wenigen verbleibenden Trauben die Extrak- te anreichern. Die Ertragsreduzierung leitet im Frühjahr der kurze Rebanschnitt ein. Dem folgt die Reduzierung der Triebe während der frühen Vegetationszeit. Um in den Sommermonaten die Traubenentwicklung zu begünstigen, werden die Reben teilentlaubt. Dies erfolgt vornehmlich auf der von der Sonne abgewandten Seite. Die Laubreduzierung auf der Sonnenseite könnte bei intensiver Sonneneinstrahlung zu einem für die Beeren nachteiligen Sonnenbrand führen. Eine ausgedünnte Laubwand trägt darüber hinaus zur besseren Durchlüftung der Rebstöcke bei und verzögert nach Regenfällen Fäulnisbildung, im Fachjargon auch Botrytis genannt. Führten bei Weintrinkern früherer Generationen botrytisreiche Töne zu höchs- tem Lob, erwartet der Kunde heute reintönige, klare Weine.
Die Endphase der Traubenentwicklung wird mit der „grünen Lese“ eingeleitet. Dabei werden einzelne Trauben zur Ertragsminderung und Qualitätsverbesserung herausgeschnitten. Je nach Witterungslage kann es dann trotzdem vor der Lese im Herbst erforderlich werden,
Musik ist nicht
nur im Wein der
Fleischmanns,... Fabian Fleischmann, Quer öte
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