Page 19 - DiVin022017
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faule und unreife Trauben noch einmal per Hand auszulesen. Ein aufwändiges Geschäft. Die Weiterverarbeitung im Keller erfolgt eben- falls mit vorsichtiger Hand. Auf den Transport der Weine zur späteren Abfüllung auf die Fla- sche können die Fleischmanns verzichten, da diese nach entsprechender Lagerung auf der Feinhefe direkt im Betrieb auf der eigenen, hochmodernen Abfüllanlage produktschonend auf die Flasche gezogen werden.
Kein Ende der Auszeichnungen
Die bisherigen hohen Auszeichnungen schei- nen für das Winzertrio Ansporn zu sein. In 2016 war das Weingut Sieger im ersten internatio- nalen Scheurebe-Preis. Nun knüpfte Familie Fleischmann an den letztjährigen Erfolg an und gewann den zweiten Platz mit dem Nachfolger, der 2016er Scheurebe Spätlese. Diese trägt maßgeblich die Handschrift des 24-jährigen Juniorwinzers Fabian. Der hatte im Sommer 2015 sein Önologie-Studium in Geisenheim abgeschlossen und scheint voll und ganz in die breiten Fußabdrücke der Eltern zu treten.
„Ein Maul voll Wein“
Fabian Fleischmann beschreibt den 2016er Goldberg, Scheurebe Spätlese: Im Vordergrund steht vollreifer P rsich, begleitet von dem für die Scheurebe typischen Cassiston und einem sanften Hauch exotischer Früchte. Als ein Maul voll Wein würde ihn ein Rheinhesse beschreiben. Preis 6,00 Euro.
Außerdem führt das Weingut auch eine Scheurebe Kabinett aus dem Gau-Algeshei- mer Goldberg. Am 16. Oktober 2016 mit einem Mostgewicht von 89 Grad Oechsle gelesen.
Weinbeschreibung: Sanfte Cassistöne, zar- ter An ug von Orangenblüten, begleitet von Mango und Maracuja. Süße und Säure ge- hen eine perfekte Harmonie ein. Im Abgang leichter Anklang von Litschi und Aprikose. Die Analysewerte sind mit 9,5 Prozent Alkohol, 48,6 Gramm Restzucker und 6,8 Gramm Säure angegeben. Preis 4,80 Euro.
...sie kommt auch aus den Edelstahlfässern
Quirin Fleischmann, Trompete
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