Page 37 - Das Kaufmannshaus_Neat
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Kati und Anton




                       „so’n Kram“ normalerweise keine Zeit hat. Opa
                       sagte, erst sichten wir -so nennt man das-, je-
                       der macht sich Notizen und Anton muss dann

                       bis  zur  nächsten  Sitzung  alles  zusammenfas-
                       sen. Papa  mach‘  mal Halblang, sagte mein Va-
                       ter.  Das  machen  wir  ganz  locker  gemeinsam.

                       Mir fiel ein Stein vom Herzen. Die Übersetzung
                       des  Kaufvertrages  wanderte  kreisum,  und  als

                       alle gelesen hatten wurde sie Mitte gelegt da-
                       mit jeder noch einmal darauf zugreifen konnte.
                       Als alle soweit waren machte sich schon etwas

                       Aufregung  bemerkbar  den  in  dem  Vertrag
                       stand  etwas  von  einer  Unteilbarkeit  des
                       Grundstückes wenn es die festgelegte Einheit

                       von  einer  Hufe  erreicht  hatte.  Trotz  Überset-
                       zung war das für uns nicht verständlich. Anton,
                       ruf  mal  den  Pfarrer  an.  Was  ich  auch  tat.  Oi,

                       das  ging  aber  schnell,  lachte  er.  Ich  sagte
                       „Hufe“  und  „Unteilbarkeit“.  Er  antwortete

                       „ungefähr 30 Morgen“ und „das ursprüngliche
                       Land  hatte  200  Hufen,  verkauft  werden
                       durften  aber  nur  Teile  von  der  Mindestgröße

                       einer Hufe.“ So gab ich es meiner Familie wei-


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