Page 31 - Volksdorfer Zeitung VZ 41 November 2019
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Volksdorfer
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Samstag, 9. November 2019, 10 bis 14 Uhr DRK Treffpunkt Volksdorf Farmsener Landstraße 202
VON HARRY HALLER
... stand ein Datum zur Debatte: der 90. Geburtstag der
Ohlendorff’schen Villa, Im Alten Dorfe Nummer 28. Un- ser Prachtstück im Zentrum auf erhöhtem Gelände, mit herr- schaftlicher Auffahrt. Zwischen Park und Shoppingmall, Kul- turstätte, Kurse und Kaffee. Genauer gesagt: es nahte der Tag, an dem Hans von Ohlendorff vor 90 Jahren hier sein neues Le- ben, zum ersten Mal ohne Eltern, mit einem feierlichen Dinner im selbstbestimmten Haus zelebriert hatte. Man schrieb den 28. September 1929, ein Samstag, wie der 28. September 2019.
Es gab gute Ideen und gute Gespräche vorweg. Eine Ausstel- lung in der Villa sollte das Leben der Ohlendorffs noch einmal vor Augen führen. Im Mittelpunkt sollte Hans stehen, der Sohn, nicht seine erfolgreichen und adelsdekorierten Eltern. Schließ- lich hatte er höchstpersönlich, mit Visitenkarte, einen Teil sei- nes Erbes in die heiligen Hallen des Museums am Holstenwall gebracht.
Der Direktor des Museums für Hamburgische Geschichte reiste an, besah sich die Villa, nickte, man tauschte Ideen aus. Das Museum bewahrt bedeutende Stücke aus dem Nachlass der einst reichsten Hamburger Familie. Bildnisse in Öl, Pläne und Fotos des Palais in Hamm, eine imposante Festrobe von Elisa- beth, der Mutter von Hans. Ein Konzept war fertig und wurde präsentiert. Aber schließlich gab es keinen Etat für so ein ambi- tioniertes Stadtteilunternehmen. Aber Volksdorfer sind pfiffig.
Die nächste Idee für ein angemessenes Event wurde gebo- ren: ein Fest-Essen in der Villa, unterstützt von der Stiftung, für zahlende Gäste, sechs Gänge nach dem Muster von damals, 28.
„Meine Frau kocht das Dinner von damals nach, Ihr seid eingela- den. Zwar nicht in die Villa, kein großer Kreis, aber lasst uns feiern!“ Und es wurde ein Fest!
September 1929, ein Samstag, zur „Weihe“ der Villa. Und dann dies, noch vor den herbstlichen Schulfe- rien: alle Herren der Stiftung und des Vorstands verreist!
Zunächst Betroffenheit. Gro- ßes Schweigen. Idee beerdigt. Re- signation. Aber dann: ein beherz- ter Dorfbewohner lud ein. „Meine Frau kocht das Dinner von damals nach, Ihr seid eingeladen. Zwar nicht in die Villa, kein großer Kreis,
aber lasst uns feiern!“ Und es wurde ein Fest! „Gedenkessen“ mit Speisekarte und gerahmten Konterfeis der Villa, von Hans und seinem Architekten Erich Elingius. Was es damals und neu- lichs gab? „Fleischbrühe mit Baguette, Lachsforelle auf Gemü- se, Lammfilet mit Petersilienkruste, Bohnen und Baguette, Fen- chelsalami auf Artischockenherzen, Gänseleberpastete, Eis mit Gebäck“. Dazu sieben verschiedene Getränke; Sekt, Weißwein, Rotwein, Volksdorfer und Bismarck-Wasser, zehn Jahre alten Occhio di Pernice und schließlich Espresso. Zwischen den Gän- gen Gedichte, Geschichten, Erinnerungen...
Den mutigen, fleißigen und nachhaltigen Gastgebern sei Dank. Es wurde gefeiert, auch ohne Vorstand. Ohne Villa. Klein und privat. Volksdorf eben.
November 2019
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