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Deutscher Marinebund
Kurz, knackig, effektiv
Herbstsitzung des Deutschen Marinebundes in Zerbst
Werner Schiebert
Kein Abgeordneten-Tag in Zerbst wie geplant, aber, quasi als Trostpflas- ter für die Zerbster Kameradinnen und
Kameraden, eine Sitzung des Erweiter- ten Vorstands in Sachsen-Anhalt.
Die Teilnehmer reisten Mitte Oktober 2020 aus allen Teilen der Bundesrepu- blik nach Sachsen-Anhalt; nur einige wenige Vorstandsmitglieder aus Corona- Risikogebieten mussten notgedrungen passen.
ten, die zu einer Bombardierung weiter Teile von Zerbst führte, viel Zerstörung und Elend erfahren.
Zurück am Tagungsort in der Pension Tivoli mit den freundlichen Gastgebern Kerstin und Jago, präsentierte Christine Oldorf von der Agentur Marktrausch Daten, Fakten und Maßnahmen für die Spendenkampagne zum Erhalt des MEM, die Anfang 2021 in drei Stufen gezündet werden soll. Sie erhielt starken Beifall und
werden die betroffenen Soldaten infor- miert und in das entsprechende Hotel eingeladen. Durch die jetzt erneut durch Corona verschärften Beherbergungsre- geln, verzögert und erschwert sich die Aktion allerdings erneut.
Gegen 19:00 Uhr endete Tag eins mit einem Kameradschaftsabend gemein- sam mit den Zerbster Kameradinnen und Kameraden, natürlich unter Corona- Regeln. Für die musikalische Umrah-
Gruppenbild mit Bürgermeister Andreas Dittmann, in der ersten Reihe zweiter von rechts
Wie üblich tagten zu Beginn des Treffens Vorstand und Präsidium sowie die LVL. Daran schloss sich der Empfang der Dele- gation durch den Bürgermeister der Stadt Zerbst, Andreas Dittmann, an, der kurz die Geschichte Zerbsts Revue passieren ließ, auf den Stand der Dinge heute ver- wies und einen Blick in die Zukunft wagte. Prägend für den Standort Zerbst seien die dortige Maschinenbauindustrie sowie Schlacht- bzw. Fleischverarbeitungsbe- triebe. Einen gewissen Bekanntheitsgrad habe Zerbst durch Katharina II., genannt Katharina die Große, erlangt, da die rus- sische Zarin als Sophie Auguste Friede- rike von Anhalt-Zerbst in Stettin geboren wurde, aber sich in ihrer Kindheit häufig in Zerbst aufhielt.
Wie wichtig die Gedenkstättenarbeit des Deutschen Marinebundes und seine Mah- nung für Frieden unter den Völkern sei, wisse man besonders in Zerbst zu schät- zen. Die Stadt und ihre Bewohner haben bei Kriegsende durch die ideologische Verblendung eines Stadtkommandan-
Zustimmung aus dem Plenum und nahm zahlreiche neue Ideen und Anregungen mit an die Förde.
Im kleinen Kreis wurde dann über die Zukunft und den Kurs des Sozialwerks des DMB gesprochen. Durch die erfolgreich angelaufene Aktion „Tapetenwechsel“ kam viel Arbeit auf die Verantwortlichen im Sozialwerk zu, die ehrenamtlich kaum zu bewältigen war. Um diese Abläufe zu optimieren, wird Bundesgeschäftsfüh- rer Mike Brach die Anfragen kanalisie- ren, eine Vorauswahl der infrage kommen- den Hotels treffen, die notwendigen Ent- scheidungen vorbereiten und dann den Verantwortlichen im Sozialwerk mit einer Empfehlung präsentieren. Anschließend
mung sorgte das Trio „Rita, Claus und Christoph“ aus Dessau.
Der Samstagmorgen begann mit der Sit- zung des Erweiterten Vorstands und dem Bericht des Präsidenten. Heinz Maurus warf einen Blick zurück auf den Anfang der Corona-Pandemie und die Schlie- ßung von allen Einrichtungen in Laboe für Gäste bzw. Besucher. Sowohl DMB als auch die Maritime Servicegesellschaft des DMB (MSG) erhielten auf Antrag je eine Soforthilfe in Höhe von 30.000 Euro, um die Liquidität über die Zeit des Lock- downs sicherzustellen. Inzwischen, so betont Maurus, sei das schlimmste für DMB und MSG wohl überstanden und eine „schwarze Null“ zumindest für die
12 Leinen los! 12/2020
DMB-Präsident Heinz Maurus überreicht Bürgermeister Dittmann eine Einladung nach Laboe
Fotos: DMB/Iris Quentin/Mike Brach/ws


































































































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