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Als Trostpflaster für den abgesagten AO-Tag in Zerbst erhielt Reinhard Ribbe, Vorsitzender der MK Zerbst, ein Maling von Mario Weber
MSG am Jahresende ziemlich sicher, es sei denn, es käme nochmals zu einem totalen Stillstand. Besonders stellte der Präsident heraus, dass der Online-Shop enorme Zuwächse zu verzeichnen habe und pro- fitabel sei. Jana Tresp, verantwortlich für den Online-Auftritt des Shops arbeite daran, diesen weiter zu optimieren. Anfang November, berichtete Maurus weiter, sollte erstmalig eine Expertenta- gung zum Thema „Alternative Antriebe und Kraftstoffe für die Schifffahrt – Stand der Technik und zukünftige Ent- wicklungsmöglichkeiten“ als Gemein- schaftsveranstaltung mit dem Bundes- verband der Deutschen Binnenschiff- fahrt e.V., dem Deutschen Nautischen Verein von 1868 e.V. und dem Deut- schen Marinebund e.V. im Internatio- nalen Marine Museum Hamburg statt- finden. Ursprünglich war die Zahl der Teilnehmer auf 100 begrenzt, während der Herbstsitzung wurde diese auf 50 reduziert und wurde kurz darauf wegen der Covid-19-Pandemie auf unbestimmte Zeit verschoben (Anm. der Redaktion). Am 11. November plant Präsident Mau- rus einen Antrittsbesuch beim Wilhelms- havener Oberbürgermeister Carsten Feist und beim Kommandeur der Ein- satzflottille 2, Flottillenadmiral Ralf Kuchler. Gesprächsthemen werden die Zukunft des Heimschiffs aRcona und der MK Wilhelmshaven sowie eine mögli- che engere Zusammenarbeit zwischen Marine und DMB sein.
Vorgestellt wurde darüber hinaus der Entwurf eines Kooperationsvertrages zwischen DMB/DMA und dem Deut- schen Maritimen Institut (DMI), der eine stärkere personelle Verzahnung und eine Optimierung der Zusammenarbeit der beiden Organisationen vorsieht. Einstim- mig wurde beschlossen, diese Koopera- tion einzugehen.
Unterbrochen wurde die Sitzung für eine Kranzniederlegung auf dem Zerb- ster Heidetorfriedhof am „Ehrenmal
des DMB“. Gedacht wurde den auf See Gebliebenen aller Nationen unter Lei- tung von Pfarrer Lutz-Michael Sylvester, der eine bildhafte Geschichte aus der Seefahrt erzählte und zum gemeinsa- men Gebet einlud.
Zurück im Tivoli war die Reihe an Mike Brach, seit knapp zwei Jahren Bundes- geschäftsführer des DMB. Er stellte kurz Aktuelles aus dem DMB vor, sprach u.a. über die Besucherzahlen im MEM, die MKen in der Bundesrepublik und die Mit- gliederzahlen im Verband.
Beim nächsten Tagungsordnungspunkt, dies hatte Präsident Maurus schon kurz in seinem Bericht erläutert, ging es um das Heimschiff aRcona mit Liegeplatz am Bontekai in Wilhelmshaven. Um seine Zukunft zu sichern, hat der DMB bei den Kieler Sachverständigen „Cordes und Rieger“ eine Potenzialanalyse in Auf- trag gegeben. Mehrere Alternativen wur- den vorgestellt. Einstimmig wurde der Beschluss gefasst, das Schiff zu renovie- ren, für den Betrieb eine GmbH zu grün- den und die aRcona mit einem neuen Nutzungskonzept zu einem attraktiven maritimen Treffpunkt zu entwickeln. Jörg Jonscher stellte die neue Jugend- ordnung für die Deutsche Marinejugend vor, die ebenfalls sehr positiv aufgenom- men wurde.
Zukünftig sollen Vertreter der Einzelfah- rer zu den Frühjahrs- und Herbsttagun- gen eingeladen werden. Diese Kooption – bis zur Satzungsänderung haben diese Vertreter kein Stimmrecht – soll den Infor- mationsfluss zwischen Bundesgeschäfts- stelle, der DMB-Führung und den Einzel- fahrern verbessern. Kurz wurde darüber gesprochen, dass der Zusammenschluss des Deutschen Seesportverbandes (DSSV) und des DMB endgültig ad acta gelegt ist. Michael Stolze, Beisitzer DSSV im Bundesverband, soll wohl als Beisitzer Seesport dort verbleiben. Beschlussvor- lagen zu diesen Themen werden für die Frühjahrstagung 2021 vorbereitet. Bundesschatzmeister Hans Musehold vertiefte die Ausführungen des Präsiden- ten zum Thema Haushalt und Liquidität von DMB, DMA und MSG und betonte, dass alles auf soliden Beinen stände, abhängig natürlich vom weiteren Ver- lauf der Pandemie. Deswegen auch eher unverbindlich festgelegt wurden die Ter- mine für die Frühjahrstagung in Laboe, vom 8. bis 11. April 2021, den AO-Tag am 30. Oktober 2021 in Erfurt und am 15. Oktober 2022 in Bonn.
Überhaupt hing das Thema Covid-19 wie ein Damoklesschwert auch über allen anderen Berichten. Fast überall keine nen- nenswerten Aktivitäten. Werner Haase sprach über die Shanty-Chöre, deren Auftritte reihenweise abgesagt werden mussten. Ein Lichtblick: Der Shanty-Chor aus Bielefeld wird ab Januar 2021 in den Schoß des DMB zurückkehren. Dagmar Wolters berichtete über das Sozialwerk des DMB, das wenigstens einige Urlaubs- anträge für einen Aufenthalt im Hotel admiRaL scheeR bewilligen konnte. Die Aktivitäten der Deutschen Marinejugend stellte Jörg Jonscher vor, der den Berli- ner Roman Iwer vertrat. Thema waren vor allem die Umbenennung von „Marineju- gend des DMB“ in „Deutsche Marine- jugend“, die neue Jugendordnung, der
Deutscher Marinebund
Pfarrer Lutz-Michael Sylvester wartet auf die Delegation des DMB
Jugendfonds und die Teilnahme einiger Jugendmitglieder an der Kutterregatta während der abgespeckten Kieler Woche Anfang September. Mit kurzen Beiträ- gen von Werner Schiebert über Leinen los! und nochmals Jörg Jonscher als Vor- sitzender des Marine-Regatta-Vereins, endete dieser Teil der Sitzung.
Ein Höhepunkt der Tagung in Zerbst war sicher die Powerpoint-Präsentation des Bundesgeschäftsführers Mike Brach „Wir über uns! – Eine Standortbestimmung“, die zu lebhaften Diskussionen führte. Eine Zusammenfassung dieses Vortra- ges finden Sie im Anschluss an diesen Beitrag.
Was bleibt? Der MK Zerbst herzlich zu danken für ihr Engagement für den Deut- schen Marinebund, ein Hauch Optimis- mus für die Verbandsarbeit des Marine- bundes für die Zukunft – mit oder ohne Covid-19 – und die Vorfreude auf ein mögliches Wiedersehen im kommen- den Jahr. 7
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