Page 337 - Der widerlegte Darwinismus
P. 337

Der Unterschied zwischen Wissenschaft und Materialismus


                  Zweifellos würde man sich mit der Akzeptanz dieser Möglichkeit
             endgültig von den Grundprinzipien der Vernunft und des Verstandes
             verabschieden. Ein einziger korrekt geschriebener Buchstabe auf einem
             Blatt Papier lässt uns sicher sein, dass er von einem Menschen geschrie-
             ben wurde. Wenn wir ein Buch über die Weltgeschichte sehen, ist es eher
             noch sicherer, dass das Buch von einem Autor geschrieben wurde. Kein
             logisch denkender Mensch würde annehmen, dass die Buchstaben in
             solch einem großen Buch sich "zufällig" zusammengefunden haben sol-
             len.
                  Es ist jedoch sehr interessant zu sehen, dass der evolutionistische
             Wissenschaftler Demirsoy diesen irrationalen Vorschlag akzeptiert:
                  Von Bedeutung ist, die Wahrscheinlichkeit der Bildung einer Cytochrom-C
                  Sequenz ist praktisch gleich null. Wenn die Existenz des Lebens eine
                  bestimmte Sequenz erfordert, kann man sagen, dass diese wahrscheinlich
                  im gesamten Universum nur ein einziges mal entsteht. Andernfalls müsste
                  eine metaphysische Kraft jenseits des Kataloges unserer Definitionen bei
                  seiner Entstehung aktiv gewesen sein.  Letzteres zu akzeptieren ist der
                  Sache der Wissenschaft unangemessen. Also müssen wir uns mit der
                  ersten Möglichkeit befassen. 394

                  Demirsoy schreibt also nichts anderes, als dass er das Unmögliche in
             Betracht zieht, um keine übernatürlichen Kräfte annehmen zu müssen,
             anders ausgedrückt, die Existenz eines Schöpfers. Ziel der Wissenschaft
             ist jedoch nicht, die Akzeptanz der Existenz übernatürlicher Kräfte zu
             vermeiden. Eine Wissenschaft unter einer solchen Prämisse führt nir-
             gendwo hin. Sie soll vielmehr vorurteilsfrei die Natur beobachten und
             Schlüsse aus deren Beobachtung ziehen. Wenn diese Schlüsse nahe legen,
             dass sich in der Natur die Planung einer übernatürlichen Intelligenz aus-
             drückt, dann muss die Wissenschaft diese Tatsache akzeptieren.
                  Wenn man das, was diese Leute "die Sache der Wissenschaft" nen-
             nen, genauer untersucht, kommt das materialistische Dogma zum
             Vorschein, dass nur Materie existiert und dass alles in der Natur durch
             materielle Prozesse erklärt werden kann.  Dies ist keine "Sache der
             Wissenschaft", sondern nur materialistische Philosophie. Sie versteckt
             sich lediglich hinter oberflächlichen Begriffen und bringt Wissenschaftler
             dazu, völlig unwissenschaftliche Schlüsse zu ziehen. Es ist also nicht
             überraschend, wenn Demirsoy bei einem weiteren Phänomen – die


                                             335
   332   333   334   335   336   337   338   339   340   341   342