Page 377 - Der widerlegte Darwinismus
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Die Variabilitat der Zeit und die Realität des Schicksals
Zeit läuft und ob sie überhaupt läuft. Das zeigt, dass die Zeit nicht abso-
lut, sondern nur eine Empfindung ist.
Dies hat auch einer der größten Physiker, Albert Einstein am Ende
seiner allgemeinen Relativitätstheorie begründet. In seinem Buch Einstein
und Universum schrieb Lincoln Barnett zu diesem Thema Folgendes:
Einstein hat zusammen mit dem absoluten Universum auch den Begriff einer
Zeit, die von unendlicher Vergangenheit zur unendlichen Zukunft läuft und
sich nie irrt, beiseite geschoben. Der Teil, der den größten Teil des die allge-
meine Relativitätstheorie umgebenden Unverständnisses ausmacht, entsteht
dadurch, dass die Menschen akzeptieren möchten, dass die
Zeitempfindung, ebenso wie die Farbenempfindung, nur eine Art der
Wahrnehmung ist ... Ebenso wie das Weltall nur eine Aneinanderreihung
von Möglichkeiten materiellen Wesens ist, so ist die Zeit eine mögliche
Aneinanderreihung von Geschehnissen. Die Subjektivität der Zeit, wird am
besten durch diese Sätze Einsteins erklärt: "Das Leben eines Individuums
erscheint uns aneinandergereiht in einer Reihenfolge von Geschehnissen.
Die Erinnerungen aus dieser Reihenfolge werden von uns als "vorher"
und "nachher" eingeordnet. Aus diesem Grund gibt es für das Individuum
eine Ich-Zeit oder eine subjektive Zeit. Diese Zeit kann nicht in ihm gemes-
sen werden. Zwischen den Geschehnissen und den Zahlen kann ich so eine
Verbindung darstellen, dass eine große Zahl nicht mit einem vergangenen
Geschehnis, sondern mit einem bevorstehenden verbunden ist". 411
Einstein hat, nach Barnetts Aussagen, gezeigt, dass das Weltall und
die Zeit auch Empfindungsarten sind. Auch sie können nicht vom
Unterbewusstsein getrennt werden; genau wie die Farben, Form und
Größe". 412
Weil die Zeit nur aus Wahrnehmungen besteht, ist sie vom
Wahrnehmenden abhängig, also ist sie ein relativer Begriff.
Die Geschwindigkeit des Zeitablaufs ändert sich je nach den
Referenzen, mit denen wir unsere Vergleiche anstellen. Denn im Körper
des Menschen befindet sich keine Uhr, die den Zeitablauf in absoluter
Genauigkeit anzeigt. So wie Lincoln Barnett beschreibt, "wenn es keine
Augen gibt, die die Farben bestimmen, dann gibt es auch keine Farben".
Genauso sind der Moment, die Stunde oder der Tag ein "Nichts", wenn es
kein Ereignis gibt welches die Zeit anzeigt. Die Relativität der Zeit erlebt
man sehr deutlich im Traum. Auch wenn wir das Gefühl haben, dass die
Ereignisse im Traum Stunden gedauert haben, hat alles in Wirklichkeit
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