Page 28 - Das Gebet im Koran
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                Strafe des Feuers." Diese sollen ihren Anteil haben, ihrem
                Verdienst entsprechend, und Gott ist schnell im Rechnen.
                (Sure 2:200-202 - al-Baqara)

                Der Mensch fragt nach Dingen, die seine eigene Welt be-
             treffen. Sein Streben und seine Lebensinteressen legen seine
             Art zu beten fest. Die sich Gott hingegeben haben, drücken in
             ihren Gebeten zusätzlich den Wunsch aus, dass sie die ihnen
             von Ihm auferlegten Pflichten erfüllen wollen.
                Jemandes Ansprüche an dieses Leben mögen erfüllt wer-
             den. Doch das ist vielleicht nicht gut für ihn. Er bittet um Geld,
             doch das Geld kann ihn irregehen lassen, denn in einer
             Umgebung, in der materielle Werte vergöttert werden, wird
             nahezu jeder sich in einer Weise verhalten, die den
             Grundsätzen der Religion widerspricht.
                Der fragliche Wunsch ist ein weltlicher, und er kann ohne
             weiteres erfüllt werden in dieser Welt. Doch das, was er im
             Jenseits vorfinden wird, muss nicht unbedingt seinen
             Erwartungen entsprechen. Einige der Verlockungen dieser
             Welt werden in folgendem Vers beschrieben:

                Den Menschen ist es eine Lust, sich an Frauen und Kindern,
                aufgehäuften Schätzen aus Gold und Silber, Rassepferden,
                Herden und Ackerland zu erfreuen. Doch all das sind nur
                Genüsse des Lebens im Diesseits. Doch Gott – bei Ihm ist die
                schönste Heimstatt. (Sure 3:14 - Al Imran)
                Natürlich bietet es so manchen Vorteil, diese Ziele im

             Leben zu erreichen, doch jeder dieser weltlichen Genüsse kann
             sich am Ende im Jenseits in einen Verlust verwandeln.
             Andererseits kann – wie die Beispiele der Propheten uns zei-
             gen – ein weltlicher Vorteil, wenn er in der richtigen Absicht er-
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