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Ausgezeichnet
Das Weingut Bungert-Mauer steht bei den von der DLG ermittelten „Top 100“ der besten Winzer auf Platz 43. Daneben erhielt es die Auszeich- nung bei der Landesweinprämierung 2016 als bester Silvaner, die Gol- dene Rebschere 2015, beim Silva- nerforum, wurde Winzer des Jahres bei der DLG-Bundesweinprämie- rung 2014/15 und erhielt zahlrei- che Staatsehrenpreise und Goldene Kammerpreismünzen. Bungert kann aber auch Rotwein. Das Weingut hat mehrfach den deutschen Rot- weinpreis für seinen vorzüglichen Regent (eine interessante neue Rotweinsorte) gewonnen.
Die Silvaner von Bungert
Mehr als zehn Prozent seiner 22 Hektar großen Reb äche ste- hen im Weingut Bungert-Mauer im Ertrag. Mit konsequenter Er- tragsminderung von maximal 7.500 Litern pro Hektar; erreicht Bungert Spitzenweine. Bei Spätlesen lässt er nur einen Ertrag von 3.500 bis 4.000 Liter zu. Das erlaubt der Rebe, bis zur Vollreife in den Trau- ben hohe Extrakte aufzubauen und Mineralien einzuschließen. „Unser Ziel beim Silvaner ist es, das Ter- roir zu schmecken und die Hand des Winzers zu spüren“, bekennt Bungert beim Eingießen seines „RS“ aus der Flasche mit dem markant schwarz-gelben Etikett. Ein sehr fruchtig-reifer Wein, der sich inzwischen als Botschafter der klassischen Rebsorte einen Namen gemacht hat. Der Duft von frischen Wiesenkräutern steigt aus dem Glas, der spritzige Auftritt
gibt dem 15er „RS“ trotz seines Alkoholgehaltes von 12,8 Prozent eine leichte Note. Mit 6,3 Gramm Restzucker und 5,4 Gramm Säure verschmilzt er zur Harmonie. Die Qualitätsweinprüfung brachte den Bungerts die Goldene Kammer- preismünze ein.
Der 15er Silvaner von der Ho- ckenmühle zeigt eine klare, voll- mundige Silvanerstruktur und wird von einem leichten An ug gelber Früchte getragen. Die Harmonie des Weines dürfte von der langen Lagerung auf der Feinhefe her- rühren, „sur lie“ geht also auch in Rheinhessen.
Ein Weingut mit 22 Hektar und 54 verschiedenen Weinen, um da erfolgreich zu sein, braucht der Winzer bestes Equipment. Und das nden wir im Weingut Bun- gert. Blitzblanke Edelstahltanks, eine Fülle von Barriquefässern, in denen nicht nur die Roten ihren letzten Schliff bekommen, neue, große Holzfässer dienen zur Rei-
feentwicklung der Weißen, moder- ne Kelter, eigene Abfüllanlage, ein Keller und Flaschenlager, an dem streng alles seinen Platz hat.
„Unser Weingut lebt durch die Vermarktung von 80 Prozent an Privatkunden, der Rest geht an den Weinfachhandel und die gehobe- ne Gastronomie“, gibt Matthias Bungert einen Blick frei auf seine Kunden. Die Sortenvielfalt des Be- triebes erhöht zwar deutlich den Arbeitseinsatz, aber Vorausset- zung für das Weingut ist, ein breites Geschmackstableau der Kunden zu bedienen. Ein Blick in die Wein- karte macht deutlich, wie breit der Betrieb aufgestellt ist: Scheurebe, Riesling, Silvaner, Grauer Burgun- der, Weißer Burgunder, Chardonnay, Ortega, Morio-Muskat, Siegerrebe, sind im Angebot. Bei den Rosés und Roten sind es Spätburgunder, Portugieser, Dornfelder, Regent, Cabernet Sauvignon; und bei den Winzersekten Riesling, Scheure- be, Silvaner, Spätburgunder Weiß- herbst und ein Cuvée.
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