Page 22 - Das Gebet im Koran
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22 Das Gebet im Quran
auch nennen mögt: Sein sind die schönsten Namen. Und bete
nicht zu lauf und auch nicht zu leise, sondern halte den Weg
dazwischen ein." (Sure 17:110 - al-Isra)
Und Gott gehören die schönsten Namen. Darum ruft Ihn mit
ihnen an und verlasst jene, welche Seine Namen miss-
brauchen. Wahrlich, sie sollen für ihr Tun belohnt werden!
(Sure 7:180 - al-A'raf)
Jemand, der Gottes Attribute kennt, versucht nicht, seine
Fehler vor Gott zu verbergen, denn Ihm ist bewusst, dass Er sie
ohnehin alle kennt, ob Er sie nun verbirgt oder nicht. Wissend,
dass das Verbergen von Missetaten dem Gläubigen nur Unheil
bringt, bereut er und sucht Vergebung für alle seine Sünden. So
beginnt das Gebet des Propheten Abraham denn auch wie
folgt:
O unser Herr! Siehe, Du weißt, was wir verbergen und was
wir offen tun; denn nichts auf Erden und im Himmel ist vor
Gott verborgen. (Sure 14:38 - Abraham)
Der Gläubige weiss, dass Gott alles unter Kontrolle hat,
ganz gleich, was sein Wunsch auch sein mag, und dass Gott
nur zu befehlen braucht, "Sei!" und es wird sein. Dies berück-
sichtigend, fühlt er keine unüberwindbare Barriere, Gottes
Segen zu bekommen, und er überwindet alle Not und Mühsal
durch das Gebet.
Abgesehen davon, Gott um Hilfe zu bitten und seine
Bedürfnisse mitzuteilen, ist das Gebet auch ein Mittel, Gott zu
erinnern und zu preisen. Der Quran gibt uns Beispiele für
Lobpreisungen Gottes in den Gebeten der Propheten, die Seine
Namen in ihnen äusserten:
Und sprach: "Oh Herr! Vergib mir! Und gib mir ein Reich, wie