Page 19 - Das Gebet im Koran
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Das Gebet im Sinne des Quran 19
Das Gebet schafft den Ausgleich zwischen Hoffnung
und Furcht
Im Quran spricht Gott von Sich als "... der Barmherzigste
der Barmherzigen." (Sure 21:83 - al-Anbiya). Auch wird klar-
gestellt, dass Gott dem vergeben wird, der Böses getan hat,
aber anschliessend bereut (Sure 4:110 - an-Nisa). Die Menschen
sollten über diese Eigenschaft nachdenken, hoffen und beten.
Ganz gleich, wie schwer die Sünde war, die ein Mensch began-
gen haben mag, und wie schlimm die Gewissensbisse sind, die
er darüber empfinden mag, es ist kein Grund, an Gottes
Vergebung zu zweifeln. Die seelische Verfassung, in der sich je-
mand befindet, der irrte und eine Sünde beging darf also nie-
mals zum Hindernis für ein Gebet um Vergebung werden,
denn Gott stellt im Quran ausdrücklich fest, dass nur
Ungläubige die Hoffnung in Gottes Gnade verlieren: "... und
zweifelt nicht an Gottes Erbarmen. Siehe, an Gottes
Erbarmen zweifeln nur die Ungläubigen." (Sure 12:87 -
Joseph)
Andererseits ist niemand vor der Strafe in der Hölle sicher.
In der Tat warnt Gott die Menschen davor, wenn Er sagt: Denn
vor der Strafe deines Herrn ist niemand sicher. (Sure 70:28 -
al-Ma'arij). Daher sollte jeder, Gott soviel Gottesfurcht entge-
genbringen, wie er kann. Die Menschen, deren Leben eine
Prüfung ist, sind immer anfällig für Satan's listige
Täuschungen, und daher gehen sie wahrscheinlich fehl und
verlassen den richtigen Weg. Niemandem ist ein Platz im
Paradies sicher. Das erzeugt die Furcht in den Menschen,
Gottes Wohlgefallen nicht zu erlangen, obwohl sie auf Seine
Gnade hoffen.