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ein Schlachtfeld. Sie glaubten, dass im Überlebenskampf alle Mittel gerechtfertigt sind und dass daraus eine
“naturgegebene“ soziale Ordnung erwachsen wird. Wer leugnet, dass der Mensch von Gott erschaffen worden ist,
und wer leugnet, dass seine unsterbliche Seele ihm von Gott eingehaucht worden ist; wer sich weigert, in seinen
Mitmenschen Lebewesen mit Vernunft und Gewissen zu sehen, die sich sehr wohl von Tieren und Pflanzen unter-
scheiden - solch ein Mensch lässt sich zwangsläufig nicht beeindrucken von Massenmorden und dem Leid hil-
floser anderer Menschen. Wenn solche Menschen glauben, dass ihnen selbst oder ihren Interessen Unheil droht,
fällt es ihnen leicht, bedenkenlos andere Menschen zu töten oder sie zumindest teilnahmslos einem Leben in
Armut und Unglück zu überlassen. Von solch herzlosen Menschen kann man nicht erwarten, dass sie Kranken
oder Bedürftigen helfen oder sich anderweitig hilfsbereit zeigen. So jemand wird sich nicht einmal um seine eige-
nen hilfsbedürftigen Eltern kümmern, schon gar nicht um seinen behinderten Bruder, denn das wäre für ihn nur
eine Verschwendung von Zeit, Energie und Geld. Wenn sich diese krankhafte Weltsicht weiter ausbreitet, wird
bald jeder unter diesen verderblichen Einfluss geraten. In einer solchen Gesellschaft, in der nicht religiöse,
moralische Werte, sondern Zerstörung und Katastrophen herrschen, können natürlich Tugenden wie
Selbstlosigkeit, Geduld, Mitleid, Zuneigung, Achtung und Hingabe nicht gedeihen..
1. Errichtung einer Mauer, die das Warschauer Ghetto vom Rest der
Stadt trennte.
2.Hilflose Menschen wurden in das Belzec Konzentrationslager ge-
bracht.
3. Ein Zigeunerehepaar im Belzec Konzentrationslager.
4. Ein Zigeuner wurde von Nazi-Ärzten verwendet, um die
Trinkbarkeit von Meereswasser zu erproben.
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