Page 177 - Soziale Beziehungen, unter die Lupe genommen! 2019
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tern und beginnt im Leben des behinderten Kindes so
früh wie möglich. Frühförderung ist immer auf die spe-
ziellen Bedürfnisse und besonderen Probleme des Kin-
des abgestellt. Daher ist es für die Eltern wichtig, nicht
nur mit Kindern zur Frühförderung zu gehen, die stark
entwicklungsbeeinträchtigt sind, sondern auch mit Kin-
dern, bei denen kaum eine Entwicklungsbeeinträchti-
gung zu erwarten ist. Zur Frühförderung kommen Kin-
der vom Säuglingsalter bis zum Schuleintritt und sie en-
det, wenn sie nicht mehr notwendig ist. Für dieses An-
gebot sind je nach Bundesland verschiedene Organisati-
onen wie beispielsweise Sozialbehörde, private Träger
(Bundesvereinigung, Lebenshilfe, kirchliche Heime),
Gesundheitsämter oder Sonderschulen zuständig. Je
nach Träger ist das Angebot kostenlos, vom Staat getra-
gen oder wird über die Krankenkasse abgerechnet.
Auch wenn es vielen Familien im Alltag gelingt, sich
auf die neue Situation mit einem entwicklungsbeein-
trächtigten oder behinderten Kind einzustellen, so brau-
chen doch manche Familien und Eltern besondere Un-
terstützung, um ihre Probleme zu bewältigen. Diese Un-
terstützung wird z.B. von Familienberatungsstellen ge-
währt.
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