Page 189 - publication
P. 189
war der Spuk vorbei. Nicht ganz denn ein Na-
me blieb haften und geisterte noch in mir her-
um, Köhler. Barbara fragte ich, gab es in dem
Leben das du beschrieben hast eine Person mit
dem Namen Köhler? Ihre Augen begannen zu
leuchten. Ja, sagte sie, das ist der Name einer
Nachbarin in deinem Geburtshaus. Als du noch
drei Jahre alt warst hast du jedes Mal wenn wir
die Treppe hinunterstiegen etwas zu naschen
von ihr bekommen. Da meinte ich auf einmal
Frau Köhler vor mir zu sehen wie sie im Trep-
penhaus vor ihrer Tür steht und mir eine
Herzwaffel schenkt. Das war zu viel für mich.
Ich konnte doch nicht zwei Personen zu ver-
schiedenen Zeiten sein. Als Barbara die Verwir-
rung in meinem Gesicht sah erlosch das Leuch-
ten ihrer Augen und sie fragte was ich hätte.
Angst, sagte ich, Angst nicht mehr zu wissen
wer ich bin. In immer kürzeren Abständen
blendeten sich neue Erinnerungen ein, alle
hatten einen strengen Geschmack. Hatte ich
das wirklich erlebt? Der Anton aus Mohrungen
war entsetzt kam aber gegen den Traum nicht
an. Meine Lebensstrategie loslassen und nach
vorn schauen war nicht mehr anwendbar denn
189