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Warum es nicht nur wichtig ist, welchen Thunfisch man isst –
                       sondern auch, wie er gefangen wird. Zum Beispiel mit Hand und
                       Angel. Ein Ortsbesuch bei den Azoren-Fischern.



















                                                 Von Lars Langenau
                                            16. September 2022 - 10 Min. Lesezeit

                    Thunfisch ist nicht gleich Thunfisch, und deshalb gibt es diese sehr gewissenhaften
                    Menschen, die genau wissen wollen, woher der Fisch, der bei ihnen auf dem Tisch
                    liegt, eigentlich kommt. Nur: Damit geht das Problem eigentlich schon los. Ursula
                    Wagner nennt diese Leute „Hardcore-Bios“ – die richtig strengen und überzeugten
                      Bio-Konsumenten also. „Die haben echt Ahnung. Ihnen ist die Verarbeitung des
                                   Produkts von Anfang an wichtig“, sagt die Schwäbin.

                    Zu Hause in Dettenhausen bei Tübingen betreibt sie einen kleinen Naturkostladen,
                      einen Familienbetrieb, der „Vitamin b“ heißt und den ihre Kunden zum „besten
                        kleinen Bioladen Deutschlands“ gewählt haben. Wohl auch deshalb hat der
                    Bioverband Naturland die 51-Jährige auf die Azoren eingeladen, auf diese abgelegene,
                    portugiesische Inselgruppe, wo Wagner den Verarbeitungsprozess eines der Produkte
                    besichtigt, die sie bei „Vitamin b“ verkauft: Atlantischer Thunfisch in der Dose und im
                                      Glas. Und, klar, natürlich alles in Bio-Olivenöl.
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