Page 376 - Aufruf zur Einheit
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Aufruf zur Einheit
lung oder Replikationsfehler auf tre ten.
Heutzutage meint man, wenn man von der Evolutions-
theorie spricht, den Neodarwinismus. Er be sagt: Die Millionen
exis tie ren den Lebewesen sind durch ei nen Prozess ent stan den,
in dem die kom ple xen Organe (Ohren, Augen, Lungen, Flügel)
zahl rei cher Organismen mu tiert sind. Eine Mutation aber be -
deu tet nichts an de res als ei nen ge ne ti schen Defekt. So gibt es
denn auch ei ne wis sen schaft li che Tatsache, die die se Theorie
voll stän dig un ter mi niert: Mutationen sor gen nie mals für Ent-
wicklung. Im Gegenteil, sie sind im mer schäd lich.
Der Grund da für ist ganz ein fach: Die DNS hat ei ne sehr
kom pli zier te Struktur, und zu fäl li ge Veränderungen kön nen sie
da her nur be schä di gen. Der ame ri ka ni sche Genetiker B. G. Ran-
ganathan er klärt es fol gen der ma ßen:
„Erstens sind ech te Mutationen in der Natur sehr sel ten.
Zweitens sind die meis ten Mutationen schäd lich, denn sie sind
zu falls be dingt und er ge ben da her kei ne ge ord ne te Veränderung
der Genstruktur; Jede Veränderung in ei nem System ho her Ord-
nung wird zu des sen Nachteil sein, nicht zu des sen Vorteil.
Wenn ein Erdbeben die ge ord ne te Struktur ei nes Gebäudes er -
schüt tert, so er ge ben sich zu fäl li ge Veränderungen an sei ner Sta-
tik und sei nen Bauelementen, die al ler Wahrscheinlichkeit nach
kei ne Verbesserungen be wir ken wer den. 9
So über rascht es auch nicht, dass bis her kei ne nütz li che
Mutation, kei ne, die den ge ne ti schen Code ver bes sert hät te, be -
obach tet wer den konn te. Alle Mutationen ha ben sich als schäd -
lich er wie sen. Es be steht heu te Einigkeit da rü ber, dass Mutatio-
nen, die als „evo lu tio nä rer Mechanismus“ prä sen tiert wer den,
tat säch lich ei ne ge ne ti sche Begleiterscheinung sind, die die be -
trof fe nen Organismen schä digt und Missbildungen ver ur sacht.
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