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Nach den Eugenikern müssten die älteren Leute
                               als schwache Individuen eliminiert werden.
                               Diesen Menschen wurde weder Respekt noch
                               Liebe gezeigt und man glaubte daran, dass sie aus
                               der Gesellschaft entfernt werden müssen.






                       Mit solchen Thesen hat Darwin die Grundlagen für die  Anwendung der Eugenik geschaffen. Die
                  Evolutionstheorie, als wissenschaftlich geltend, hat zu einer Politik der Eugenik und des Rassismus geführt, die
                  akzeptiert und verwirklicht wurde.


                       Eugenik in Großbritannien


                       Wie schon erwähnt, war der Begründer und Anführer der Eugenik Darwins Vetter Galton. Aber auch Darwins
                  eigener Sohn, Leonard Darwin, gehörte zum Kreis der britischen Eugenik-Verfechter. Später reihte sich übrigens

                  auch Winston Churchill in diesen Kreis ein.     108
                       Galton behauptete, das Prinzip des “Überlebens des Stärkeren“ müsse ergänzt werden dadurch, dass nur die
                  Stärksten an der Welt teilhaben dürften. Ihm zufolge war die Menschheit an einem Punkt angelangt, an dem sie Herr
                  ihrer eigenen Evolution geworden sei und selbst eine Herrenrasse entwickeln könne. Galton formulierte offen
                  seinen Glauben an eine überlegene Herrenrasse und eine Herrenklasse. Schwarzen sprach er einen von vornherein-
                  niedrigen Grad von Intelligenz zu:

                       “Die Anzahl der Neger, die man als nur halbintelligent bezeichnen muss, ist sehr groß. Jede Publikation über
                       Negerbedienstete in Amerika ist voll von Beispielen dafür. Ich selbst habe dies während meiner Reisen durch Afrika
                       jedes Mal bestätigt gefunden. Die Fehler, die die Neger selbst in ihren eigenen Angelegenheiten machten, waren so
                       kindisch, dumm und tölpelhaft, dass ich mich manchmal für meine eigene Gattung schämte.“          109

                       Galton ging so weit, zu behaupten, dass bestimmte Hunderassen intelligenter seien als manche
                  Menschenrassen.    110  Aber bei seiner Beurteilung von Schwarzen und Sklaven hat er einen wichtigen Punkt überse-
                  hen: Dass nämlich die meisten Bücher über Sklaven von weißen Sklavenhaltern geschrieben wurden. Hinzu kommt,
                  dass die Sklaven in eine Gesellschaft eingesogen wurden, die ihnen völlig fremd war, in eine Kultur, die sie nicht

                  verstehen konnten. Natürlich erschien den weißen Herren ihr Verhalten deshalb als unwissend. Keine Frage, dass
                  ein Weißer, der in einem afrikanischen Dorf leben müsste, exakt die gleichen Probleme der Anpassung und
                  Einordnung hätte.
                       Darüber hinaus haben Galtons abenteuerliche Behauptungen über Schwarze keinerlei wissenschaftlichen Wert,
                  sondern stützten sich ausschließlich auf Spekulationen verschiedener Pseudowissenschaftler, die im damaligen wis-
                  senschaftlichen Primitivismus tätig waren und eine Gehirnwäsche im Geist des Materialismus durchlaufen hatten.






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