Page 641 - Atlas der Schöpfung 3
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Harun Yahya






             lebenskampf verhalten sollten. Genau das hat nämlich Hitler in folgenden Worten formuliert:

                 “Wenn ich an einen göttlichen Befehl glauben könnte, so wäre es dieser: “Du sollst die Art erhalten.“ Das Leben
                 des Einzelnen darf in seinem Wert nicht zu hoch angesetzt werden. Wenn der Einzelne in den Augen der Natur
                 wichtig wäre, würde sie sich um seinen Erhalt kümmern. Von den Millionen Eiern, die eine Fliege legt, werden
                 nur einige wenige ausgebrütet - aber trotzdem blüht und gedeiht die Fliegenart.“     121
                 Das Leben eines jeden Menschen hat seinen Wert, unabhängig von Rasse, Geschlecht oder Sprache. Jeder mit

             einem Gewissen sollte deshalb alles in seiner Macht Stehende tun, um andere menschliche Lebewesen zu
             schützen, ohne Rücksicht auf Rasse oder physische Merkmale. Während des 2. Weltkriegs wurden die aus der
             Nazi-Ideologie resultierenden Katastrophen weltweit allen Menschen klar. Aus der Weltsicht Hitlers wurde für
             andere Menschen und Völker ein Alptraum, auch für sein eigenes Volk. Die in Deutschland damals weitverbreit-
             ete Eugenik ist dafür nur ein Beispiel.


                 • Der Aufstieg der Eugenik in Deutschland


                 Im Jahr 1900 finanzierte der deutsche Großindustrielle Alfred Krupp einen Wettbewerb um den besten
             Aufsatz zum Thema “Was können wir von den Prinzipien des Darwinismus lernen für die Anwendung auf
             Innenpolitik und Gesetzgebung?“
                                                               Der 1. Preis ging an Wilhelm Schallmeyer, der Gesellschaft, Kultur,

                                                                Moralität und sogar “richtig“ und “falsch“ in Begriffen des
                                                                   “Kampfes ums Überleben“ interpretierte. Ihm ging es darum,
                                                                     alle Gesetze in Übereinstimmung mit den darwinistischen
                                                                     Prinzipien zu bringen, um es der weißen Rasse zu ersparen,
                                                                    auf das Niveau der australischen Aborigines abzusinken.
                                                                       Seiner Meinung nach war dies aber unvermeidlich, wenn
                                                                        eine Gesellschaft die physisch und geistig Schwachen in
                                                                     ihrer Mitte schützt. Dr. Alfred Ploetz, jener Sozialdarwinist,
                                                             der die Rassenhygiene in Deutschland begründete, gab öffentlich






























                                     Eine große Anzahl von
                                         Kindern blieb ver-
                                        nachlässigt und un-
                                      geliebt, weil sie nicht
                                          von der Arischen
                                     Rasse abstammten und
                                          es wurden häufig
                                      Anstrengungen unter-
                                      nommen, sie zu töten
                                     oder unter verschiede-
                                         nen Vorwänden zu
                                               sterilisieren.







                                                                                                                          Adnan Oktar 639
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