Page 154 - publication
P. 154

te  darüber  nach  ob  Gallinden  etwas  Anrüchi-
             ges  an  sich  haben  könne.  Vielleicht denkt  sie
             etwas Besseres zu sein. Schnell hatten wir un-

             ser Ziel erreicht und  mussten feststellen dass
             Michael nicht anzutreffen war. Der Eigentümer

             hatte  die  Geschäfte  auf  seinem  Hof    wieder
             übernommen.  So  fuhren  wir  in  den  Ort  und
             trafen den überraschten  Michael in den Amts-

             stuben.  Bist  du  das  wirklich,  Anton?  Was
             machst du hier mit den Kindern vom Schulzen?
             Ist bei euch in Gallinden etwas passiert? War-

             tet, wir gehen hinaus dann können wir unge-
             stört reden. Beim Apotheker stand eine Bank
             wo wir uns alle setzen konnten und ich erzähl-

             te  vom  Tod  meines  Vaters.  Michael  war  sehr
             betroffen doch praktisch wie er war sah er sich

             sofort in der Rolle die sein Bruder Joseph nicht
             mehr  erfüllen  konnte.  Anton,  sagte  er,  wir
             werden einander trösten und gut miteinander

             auskommen. Das Leben ist spannend und die
             Zeit hilft uns dabei Verletzungen zu heilen. Das
             hatte er, wie ich später hörte, nicht so daher

             gesagt  sondern  selbst  erfahren  müssen.  Mi-
             chael hatte keine Kinder. Seine zwei Ehefrauen
             starben  bevor  sie  ein  Kind  gebären  konnten



                                    154
   149   150   151   152   153   154   155   156   157   158   159