Page 26 - P_ART_Katalog_2018
P. 26

Christina Pürgy


          Mit ihrer Leidenschaft für Schnittstellen von
          Stadtnatur, Kulturperipherie und Wildnis-
          räumen zirkulierten zahlreiche kreative Ideen
          in Christinas Kopf – bis sich in der zweiten
          Akademiewoche immer mehr die Konturen für
          ihre Visionsarbeit konkretisierten. Überzeugt
          von der Lebensnähe und Transkulturalität von
          Volkserzählungen sowie sogenannten Trick-
          stergestalten (Joker, Kasperl, Loki, Maui u.v.m.)
          will sie unter dem Namen „GAIAs Animated
          Earth Ensemble“ Natur- und Lebensräume und
          deren immateriellen Wert sichtbar machen.
          Ein partizipativ-experimentelles Wander-/
          Theater-/Kunst-Ensemble, das die Verbunden-
          heit von Mensch, Raum und Identitäten
          erlebbar macht und diese auch als persönlich   Als ich mich beworben habe, wollte   STIPENDIAT*INNEN
          veränderbar inszeniert, soll in freier Natur mit   ich mir Impulse für Stadtteil:KULTUR
          Künstler*innen und Publikum aller Altersstufen   holen. Zum Akademiestart wurde
          künstlerisch-szenisch einen veränderungs-  klar, dass ich auf eine umfassende
          positiven Gestaltungsprozess ermöglichen.  berufliche Veränderung zusteuere.
                                              Ich fand es großartig, zwei Wochen
         ÜBER CHRISTINA                       Zeit zu haben, um eine neue eigene
         Christina studierte Kommunikationswissenschaft in   Identität als ‚Natur*Kulturarbeiterin‘
         Salzburg und bildete sich als systemische Prozess-  zu entwickeln, ein erstes Projekt
         gestalterin bei Plano Alto (CH) und am Schumacher   anzudenken und mit anderen Kultur-
         College (UK) weiter. 12 Jahre lang war sie als    arbeiterinnen verschiedenster
         (Sozio-)Kulturpädagogin im ABZ – Haus der Mög-
         lichkeiten für die ‚Stadtteil:Kulturarbeit Itzling‘   Disziplinen zusammenzuarbeiten.
         tätig. Dort hat sie Diversitäts- und Nachbarschafts-  Dafür bin ich sehr dankbar.
         projekte entwickelt und u.a. den ersten interkul-
         turellen Stadtteil:GARTEN Salzburgs, Begegnungs-
         arbeit für Menschen mit Migrationsbiographien
         sowie Theaterpädagogik im öffentlichen Raum und
         Community Radio an der Salzburger Stadtperipherie
         umgesetzt. Als ‚Creative Change Workerin‘ ist sie in
         den Bereichen Urban Gardening, Umweltbildung &
         Tiefenökologie engagiert, ihre ‚Initiative NatUReflex
         – Naturverbindung & Kulturarbeit‘ befindet sich
         aktuell im Aufbau.
                                                                                   27
   21   22   23   24   25   26   27   28   29   30   31