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Warum ich im Polizeichor singe? Chormitglieder erzählen
"Singen macht Spaß!“
Im Chor singen, ja das hatte ich „eigentlich“ schon
immer vor. Aber welcher Chor käme dafür in Be-
tracht?
Kirchenchor? Nein, dazu hatte ich keine Lust.
Popsongs? Nicht schlecht, aber auf Dauer doch
eintönig. Bis mein Vater fragte: Hast du nicht Lust
im Polizeichor mitzusingen? Mein Vater Winfried
Ruppel war diesem Chor, auch als Polizist, schon
lange verbunden. Bis zu dieser Frage im Januar
2009 war er allerdings ein reiner Männerchor. Bis
dahin … doch dann sollte aus diesem Chor ein ge-
mischter werden und ich dachte „Warum nicht?“.
Und meine Tochter, damals noch Schülerin, konn-
te ich auch gleich begeistern mitzumachen.
Und so trafen sich mein Vater, meine Tochter und ich zur
Probe des neuen Chors. Am ersten Probenabend war der
Saal rappelvoll. Circa 90 Sängerinnen und Sänger tummel-
ten sich im Raum. Es sollte ein Konzert eingeübt werden
„Broadway highlights“, die Krönung: Ein Auftritt in der Hal-
le Münsterland.
Am ersten Abend dachte ich: „Das schaffst du nie“, singen
kam mir doch ganz schön schwierig vor. Wie sollte ich bloß
den ersten Ton treffen?
Vater Winfried Ruppel
Um es kurz zu machen: Der Auftritt war ein großer Erfolg, die Aufregung dabei werde ich nie
vergessen. Und seitdem bin ich dem Chor verbunden. Singen ist zum festen Teil meines Lebens
geworden. Es hilft zu entspannen, macht sehr viel Spaß und über die Jahre sind mir viele Sän-
gerinnen und Sänger des Chores ans Herz gewachsen.
Meine Tochter ist inzwischen aufgrund des Studiums nicht mehr im Chor, aber mein Vater
und ich singen dort immer noch. Und das zeigt mir: Der Polizeichor ist ein Chor, der Generati-
onen umfasst. Sängerinnen und Sänger können 80 oder 18 Jahre alt sein, alle sind begeistert
vom Repertoire, das unser Chorleiter Michael Schmitt immer wieder gut zusammenstellt. Gute
Musik wird einfach nicht alt ...
Barbara Rütter