Page 243 - Der Irrtum von der Evolution der Arten
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Harun Yahya
                                 (Adnan Oktar)

              helle und dunkle Exemplare. Individuen unterschiedlicher
              Färbung vermehrten sich untereinander. Die Information für die
              unterschiedliche Färbung der Exemplare war von Anfang an im
              Genpool dieser Population vorhanden. Mit anderen Worten, die
              industrielle Revolution führte nicht zur Entwicklung neuer genetis-
              cher Information. Es kann nicht die Rede davon sein, dass sich der
              Falter Biston betularia in eine andere Art verwandelt hat.
                 Absolut nichts bezüglich dieses Phänomens dient als Beleg
              für die Evolution. Diese Tatsache wird sogar von einigen
              Anhängern des Darwinismus akzeptiert. Harrison Matthews, der
              bekannte britische Biologe und Evolutionist, äußert im Vorwort
              der 1971er Ausgabe von Darwins Buch Die Entstehung der Arten:

                 Das Experiment [Biston betularia] ist ein wunderbares Beispiel
                 für natürliche Selektion – oder das Überleben des Stärkeren –
                 in Aktion, jedoch nicht für Evolution in Aktion. Denn auch
                 wenn sich Anzahl der hellen oder dunklen Exemplare inner-
                 halb der Population verändert, so bleiben die Falter doch im-
                 mer noch, wie zu Beginn, Biston betularia. 323

                 Zusammengefasst bedeutet das, dass die unterschiedlichen
              Färbungen innerhalb dieser Spezies auf genetische Variation
              zurückzuführen ist. Veränderte Umweltbedingungen führten nicht
              zu Entstehung neuer genetischer Information bzw. neuen charak-
              teristischen Merkmalen bei den Faltern. Die heller gefärbten Falter
              waren in der Tat besser an eine saubere Umwelt angepasst,
              während die stärkere Umweltbelastung durch die Industrie für die
              dunkleren Exemplare von Vorteil war. Aber das stellt keinen wis-
              senschaftlichen Beweis für natürliche Selektion dar.



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