Page 11 - Die Seuche
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6.2 Verlauf der Krankheit
Oleander Seraf stellte sich mit einem Umschlag neben Maester Sunkelch, welchen sie mit der
blutigen Schürze beschmutzte. Erst als sie diesen überreichen wollte, fiel ihr das fleckige Rot
darauf auf. “Oh. Es. Es tut mir leid, Maester.”, sie deutete eine kurze Verbeugung entschuldigend
an, ehe sie weiter sprach. “Ich konnte noch nichts über Patienten des dritten Grades heraus
finden, weder in den Unterlagen des Universitätsarchivs, noch konnte ich eruieren, wohin sie
gebracht werden.”
Im Kuvert steckten dutzende Verlaufsberichte der Patienten, nichts was der Maester nicht schon
unzählige Male mit eigenen Augen gesehen hätte. Auch der Bericht der Seuchendoktorin gab
ihm keine neuen Aufschlüsse:
“Infektionen finden ausschließlich pekutan statt. Eintrittspforten sind jegliche Verletzungen
der Haut, besonders durch Kleinstläsionen von Ungeziefer verursacht..
Klassifizierung
Grad 1: Infizierung über eine Wunde mit den a. Wurmeiern oder b. Würmern.
a. Bei der Schorfbildung oder Epithelisierung einer Wunde werden die Eier in der Haut
eingeschlossen. In der feuchten warmen Umgebung voller Nährstoffe schlüpfen die
Parasiten und fressen sich satt. Anschließend geben sie über die Blutbahn ihre
eigenen Eier weiter, welche nun im ganzen Körper des Wirtes verteilt werden, was
Grad 2 initiiert.
b. Eindringen des Wurmes in die Haut. Überspringen des Schlüpfens, ansonsten
gleicher Verlauf siehe a. in rasanter Geschwindigkeit
Grad 2: Ausbreitung über die Blutbahn in den ganzen Körper. Der Appetit der Parasiten
bewirkt etliche Läsionen der Haut, die Wundheilung ist verlangsamt und gestört. Letzendlich
wird die Bluthirnschranke überwunden, die Parasiten befallen das somatische
Nervensystem. Somit ist eine Wesensveränderung zeichnend für diesen Grad. Ein Umbau
der Nervenstruktur findet statt. Das vegetative Nervensystem bleibt vollständig erhalten.
Sprechen oder komplexe Tätigkeiten sind in diesem Stadium jedoch nicht mehr möglich.
Grad 3: Unter Verschluss
Grad 4:. Unter Verschluss”