Page 307 - Der widerlegte Darwinismus
P. 307

Irreduzible Komplexität


             filigrane, miteinander verbundene Knöchelchen, die die eintreffenden
             Schwingungen ein letztes Mal verstärken, Hammer,  Amboss und
             Steigbügel. Doch das Mittelohr verfügt auch über eine  Art
             "Schalldämpfer", der sehr große Lautstärken reduziert, bevor sie das
             Innenohr erreichen. Er wird gebildet durch die kleinsten Muskeln des
             Körpers, die Hammer, Amboss und Steigbügel steuern. Sie sind durch
             unseren Willen nicht beeinflussbar, sondern treten automatisch selbst im
             Schlaf in Aktion. Sobald ein extrem lautes Geräusch in unserer Nähe auf-
             tritt, kontraktieren diese Muskeln und verringern die Intensität der
             Schwingung, die das innere Ohr erreicht.
                  Das Mittelohr muss ein wichtiges Gleichgewicht aufrechterhalten.
             Der Luftdruck innerhalb des Mittelohrs muss derselbe sein, wie der
             atmosphärische Aussendruck. Dies wird gewährleistet durch einen dün-
             nen, druckausgleichenden Luftkanal zwischen Mittelohr und
             Mundhöhle, die Eustach'sche Röhre.


                  Das Innenohr

                  Was wir bisher untersucht haben, betraf die Schallschwingungen im
             Außen- und Mittelohr. Die Schwingungen werden verstärkt und weiter-
             gegeben, doch alles geschieht bisher mechanisch. Noch hören wir keinen
             Ton.
                  Der Prozess, durch den die mechanische Bewegung in Töne umge-
             wandelt wird, findet im Innenohr statt. Dort befindet sich ein mit einer
             Flüssigkeit gefülltes, spiralförmiges Organ, die Cochlea.
                  Der innerste Teil des Mittelohrs ist der Steigbügelknochen, der durch
             eine Membran mit der Cochlea verbunden ist. Die mechanischen
             Schwingungen aus dem Mittelohr werden durch diese Verbindung auf
             die Flüssigkeit des Innenohrs übertragen.
                  In ihr erzeugen sie Wellen. Die Innenwände der Cochlea sind mit
             Flimmerhärchen bedeckt, den Stereociliae, die durch diese Wellen in
             Bewegung geraten. Sie bewegen sich exakt im Rhythmus der Wellen in
             der Flüssigkeit. Wird ein lauter Ton empfangen, entsteht eine stärkere
             Welle, und eine größere Zahl Flimmerhaare beugt sich unter ihrem
             Einfluss. Jede Frequenz aus der Außenwelt ruft andere Bewegungen der
             Flimmerhaare hervor.
                  Doch was bedeutet diese Bewegung der Flimmerhaare? Was kann


                                             305
   302   303   304   305   306   307   308   309   310   311   312