Page 311 - Der widerlegte Darwinismus
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Irreduzible Komplexität


             Welcher Teil des Ohrs entstand zuerst? Wie konnte dieser Teil, ein
             Produkt des Zufalls, durch die natürliche Selektion ausgewählt werden,
             wenn er keine Funktion hatte? Wie konnte der Zufall all die sensiblen
             mechanischen Komponenten des Ohrs beschaffen: Trommelfell, Hammer,
             Amboss und Steigbügel, die sie steuernde Muskulatur, dass Innenohr, die
             Cochlea, die Flüssigkeit in ihr, die Flimmerhärchen, die bewegungssensi-
             tiven Zellen, ihre Nervenverbindungen etc.
                  Es gibt keine Antwort auf diese Fragen. Zu glauben, diese komplexe
             Gesamtstruktur sei nichts als Zufall, ist eigentlich ein  Angriff auf die
             menschliche Intelligenz. Doch um es mit Michael Denton's Worten zu
             sagen, der Darwinist "akzeptiert den Gedanken ohne die Spur eines
             Zweifels - so wird das Paradigma zum Präzedenzfall" 360
                  Jenseits der Mechanismen von natürlicher Selektion und Mutation
             glauben Evolutionisten tatsächlich an einen Zauberbesen, der die kom-
             pliziertesten Strukturen per Zufall entstehen lässt.
                  Der "Beweis" den Atayman für seine Theorie anbringt, ist noch weit-
             aus interessanter. Er sagt "Die Tatsache, dass wir tiefe Töne mit der Haut
             erfühlen können, ist der Beweis." Was wir Töne nennen, sind
             Luftschwingungen. Da Schwingungen ein physikalisches Phänomen
             sind, können sie selbstverständlich auch von uns gefühlt werden. Es ist
             also völlig normal, wenn wir hohe oder tiefe Töne physisch spüren kön-
             nen. Außerdem haben solche Töne auch physische Auswirkungen. Das
             Zerbrechen von Glas, das einem intensiven hohen Ton ausgesetzt ist, ist
             ein Beispiel dafür. Das Interessante ist, dass der Autor Atayman glaubt,
             diese Effekte seien Beweis der Evolution des Ohres. Seine Logik ist die:
             "Das Ohr empfängt Schallwellen, unsere Haut wird von Schallwellen
             beeinflusst, also entwickelte sich das Ohr aus der Haut." Folgte man die-
             ser Logik, könnte man auch sagen, Das Ohr empfängt Schallwellen, Glas
             wird von Schallwellen beeinflusst, also entwickelte sich das Ohr aus
             Glas." Hat man die Grenzen der Vernunft erst einmal hinter sich gelassen,
             gibt es keine "Theorie", die nicht vorgeschlagen werden könnte.
                  Auch andere Szenarien, die von Evolutionisten zur Entstehung des
             Ohrs vorgetragen werden, sind überraschend widersprüchlich.
             Evolutionisten behaupten, dass sich alle Säugetiere, den Menschen einge-
             schlossen, aus Reptilien entwickelt hätten. Doch wie wir schon zuvor
             gesehen haben, sind die Ohranatomien von Reptilien ganz andere als


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