Page 309 - Der widerlegte Darwinismus
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Die Innenwände
der Cochlea im
Innenohr sind mit win-
zigen Haaren bedeckt.
Diese geraten entspre-
chend der durch die von
außen kommenden
Schwingungen erzeugten
Wellenbewegung der Flüssigkeit
im Innenohr in Bewegung. Dadurch
wird das elektrische Potential der
Zellen, mit denen diese Haare verbunden
sind, verändert und es entstehen Signale,
die wir als Töne wahrnehmen.
Prozess ist so kompliziert, dass man bis heute nicht herausgefunden hat,
ob das System der Frequenzerkennung im Innenohr liegt, oder ob der
Vorgang sich erst im Gehirn abspielt.
Betrachten wir eine weitere interessante Eigenheit der
Flimmerhaarbewegung auf den Zellen des Innenohrs. Die Haare bewe-
gen sich vor und zurück und berühren einander. Doch gewöhnlich ist die
Bewegung der Haare sehr gering. Forschungen haben ergeben, dass die
Bewegung eines Haars nur um die "Breite" eines Atoms ausreichen kann,
die Zellreaktion auszulösen. Experten geben folgendes Beispiel, um die
Empfindlichkeit der Flimmerhaare zu verdeutlichen: Stellen wir uns eines
dieser Haare so groß vor wie den Eiffelturm, dann würde die unten
befindliche Zelle bereits auf eine Seitwärtsbewegung der Turmspitze von
3 Zentimetern reagieren. 358
Genauso interessant ist die Frage, wie oft sich die Haare pro Sekunde
bewegen können. Dies ändert sich entsprechend der eintreffenden
Tonfrequenzen. Wenn sich die Frequenz erhöht, erreicht auch die
Schwingungsfrequenz der Flimmerhaare enorme Werte. Ein Ton mit einer
Frequenz von 20000 Hz bedeutet, dass sich die Flimmerhaare 20000 mal
pro Sekunde hin und her bewegen.
Was wir bisher untersucht haben, hat gezeigt, dass das Ohr ein
außergewöhnliches Design besitzt. Bei näherem Hinsehen stellt sich
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