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Confuciusornis, der
zur gleichen Zeit wie
Archäopteryx lebte,
weist zahlreiche Ähn-
lichkeiten mit heuti-
gen Vögeln auf.
Eine Darstellung
von Confuciusornis
Doch das Fossil war eine Fälschung, die kunstvoll aus den Überresten von fünf verschiedenen Fossilien zu-
sammengesetzt worden war. Eine Gruppe von Wissenschaftlern, unter denen drei Paläontologen waren, be-
wies die Fälschung ein Jahr später mit Hilfe eines Computertomographen und war in Wahrheit das Werk eines
chinesischen Evolutionisten. Der Dino-Vogel war mit Hilfe von Leim, Zement aus 88 Knochen und Steinen zu-
sammengesetzt. Forschungen weisen darauf hin, dass Archaeoraptor liaoningensis aus dem Vorderteil des
Skeletts eines Urvogels sowie aus Teilen von vier anderen Fossilien zusammengebastelt wurde.
Das Interessante daran ist, dass National Geographic einen Schwerpunktartikel über eine so grobe Fälschung
brachte und diese Fälschung als Basis für die Behauptung benutzte, dass die Szenarien der Vogelevolution sich
nun bestätigt hätten, ohne dass in dem Artikel der leiseste Zweifel daran geäußert wurde. Dr. Storrs Olson,
Leiter des berühmten Nationalen Museums für Naturgeschichte des Smithsonian Instituts in den USA sagte
später, er habe das National Geographic zuvor gewarnt, dass Fossil sei eine Fälschung, doch das Management
des Magazins habe ihn völlig ignoriert. Olson zufolge "hat das National Geographic inzwischen das allernied-
rigste Niveau erreicht, indem es einen substanzlosen, sensationslüsternen Boulevardjournalismus betreibt." 112
In einem Brief an Peter Raven von National Geographic beschreibt Olson sehr detailliert die wahre
Geschichte der Hysterie über den "gefiederten Dinosaurier" seitdem sie in einem vorangegangenen Artikel des
National Geographic aus dem Jahr 1998 zum ersten Mal erschienen war:
Vor der Veröffentlichung des Beitrags "Dinosauriern wachsen Flügel" in der Juli-Ausgabe 1998 des National
Geographic lud mich Lou Mazzatenta, der Photograph für Sloan's Artikel in die Redaktion ein, um mich die
Photos der chinesischen Fossilien anschauen zu lassen und meine Meinung über den Tenor des beabsichtigen
Artikels zu hören. Ich wies damals darauf hin, dass es von dem zur Veröffentlichung vorgesehenen Standpunkt
des National Geographic erheblich abweichende Meinungen gebe, die breite Unterstützung fänden, doch später
wurde mir klar, dass das National Geographic an nichts anderem interessiert war, als an der vorherrschenden
dogmatischen Ansicht, dass sich Vögel aus Sauriern entwickelt hätten.
Sloan's Artikel hebt die Voreingenommenheit auf ein ganz neues Niveau, er besteht zum großen Teil aus nicht
verifizierbaren oder undokumentierten Informationen, die die Neuigkeit eigentlich erst erzeugen, anstatt über
sie zu berichten. Seine gewagte Behauptung, "Wir können nun mit derselben Sicherheit sagen, dass Vögel
Theropoden sind, wie wir sagen, dass Menschen Säugetiere sind", versucht noch nicht einmal den Eindruck zu
erwecken, als handele es sich um die Ansicht eines bestimmten Wissenschaftlers oder einer Gruppe von
Wissenschaftlern, sie ist praktisch nichts als die Privatpropaganda eines Redakteurs. Diese melodramatische
Behauptung war bereits zuvor durch embryologische und vergleichende morphologische Studien widerlegt
worden, die selbstverständlich nicht erwähnt werden.
644 Atlas der Schöpfung
(Band 2)