Page 641 - Atlas der Schöpfung 2
P. 641

Harun Yahya





             Theorie besagt, kleine Saurier wie der Velociraptor oder der Dromäosaurier hätten während ihrer Evolution
             Flügel erworben und zu fliegen begonnen. Daher wird der Archäopteryx als Übergangsform gesehen, die
             sich von ihren Sauriervorfahren abspaltete und die erste war, die die Fähigkeit zu fliegen entwickelte.

                 Jüngste Studien an Archäopteryx Fossilien weisen jedoch darauf hin, dass dieser Erklärung jede wissen-
             schaftliche Grundlage fehlt. Es handelt sich auf keinen Fall um eine Übergangsform, sondern um eine aus-
             gestorbene Vogelart, die einige unwesentliche Abweichungen von heutigen Vögeln aufweist.
                 Die These, Archäopteryx sei nur ein "halber" Vogel gewesen, der nur unbeholfen fliegen konnte, war bis

             vor kurzem in evolutionistischen Kreisen sehr populär. Das bei diesem Tier angeblich fehlende Sternum
             (Brustbein) wurde als Hauptargument dafür gebraucht, dass der Vogel nicht perfekt fliegen konnte. Das
             Sternum ist der Knochen des Brustkorbs, an dem die zum Fliegen notwendigen Muskeln angewachsen sind.
             Es ist bei allen fliegenden und nicht fliegenden Vögeln vorhanden, sogar bei Fledermäusen, einem fliegen-
             den Säugetier, das einer ganz anderen Familie angehört. Das 1992 gefundene siebente Archäopteryx Fossil je-
             doch entkräftete dieses Argument, denn es wies eindeutig ein Brustbein auf, das nach Meinung der

             Evolutionisten nicht existierte. Das Fossil wurde von Nature so beschrieben:

                 Das kürzlich gefundene siebente Archäopteryx Exemplar weist ein teilweise erhaltenes winkliges Brustbein
                 auf, dessen Existenz schon lange vermutet worden war, jedoch zuvor nie nachgewiesen werden konnte. Dies
                                                   bestätigt nun auch das Vorhandensein starker Flugmuskeln, doch die
                                                             Fähigkeit, lange in der Luft bleiben zu können, scheint fraglich.    96

























































              DIE KOMPLEXE STRUKTUR VON
              VOGELFEDERN
              Wenn man Vogelfedern genau betrachtet,
              kommt ein sehr filigranes Design zum
              Vorschein. Da sind noch kleinere Härchen
              an jedem kleinen Haar, und diese haben
              Widerhaken, die die Haare miteinander
              verbinden. Die Bilder zeigen stark vergrö-
              ßerte Vogelfedern.



                                                                                                                          Adnan Oktar    639
   636   637   638   639   640   641   642   643   644   645   646