Page 653 - Atlas der Schöpfung 2
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Harun Yahya
Das vielzitierte Beispiel der Pferdeevolution, dass eine Reihe gradueller Veränderungen einer fuchsähnli-
chen Kreatur vorsah, die vor 50 Millionen Jahren begann und mit dem heutigen wesentlich größeren Pferd
endete, ist lange als falsch bekannt. Anstatt dass graduelle Veränderungen zu beobachten wären, taucht jede
Zwischenform klar erkennbar getrennt von anderen auf, lebt eine Zeit lang unverändert und stirbt dann aus.
Übergangsformen sind nicht bekannt. 124
Bei seiner besonders aufrichtigen Abhandlung dieses Dilemmas der Evolution von Pferden brachte
Rensberger das Problem der Übergangsformen als das größte aller Probleme auf die Tagesordnung.
Dr. Niles Eldredge sagte folgendes über die Darstellung der „Evolution des Pferdes”:
Es hat eine Unmenge an Geschichten gegeben, manche phantasiereicher als andere, was denn nun das Wesen
dieser Geschichte (des Lebens) wirklich ist. Das berühmteste Beispiel, das immer noch unten ausgestellt ist,
sind die vor etwa 50 Jahren angefertigten Darstellungen der Pferdeevolution. Sie wurden in einem Lehrbuch
nach dem anderen als die reine Wahrheit präsentiert. Ich denke, das ist bedauerlich, besonders wenn die
Leute, die diese Art Geschichten verbreiten, sich womöglich ganz genau im Klaren darüber sind, wie speku-
lativ das alles ist. 125
Was ist dann das Szenario der Evolution des Pferdes? Es wurde entwickelt mit Hilfe irreführender
Diagramme, die durch die Aneinanderreihung ausgestorbener Arten, die zu weit auseinanderliegenden
Zeiträumen in Indien, Süd-Afrika, Nord-Amerika und Europa lebten, entstanden und die nur überein-
stimmten mit der großen Kraft evolutionistischen Vorstellungsvermögens. Mehr als 20 Darstellungen der
Pferde-Evolution, die übrigens alle erheblich voneinander abweichen, wurden von verschiedenen
Wissenschaftlern vorgestellt. Dadurch wird auch deutlich, dass Evolutionisten sich nicht einigen konnten
über diese Familienstammbäume. Das einzig gemeinsame Merkmal dieser Arrangements ist der Glaube,
dass ein Tier von der Größe eines Hundes mit dem Namen Eohippus (Hyracotherium), das vor 55 Millionen
Jahren im Eozän lebte, der Vorfahr des Pferdes sei. Tatsache aber ist, dass Eohippus fast identisch ist mit
Hyrax, einem kleinen hasenähnlichen Tier, dass immer noch in Afrika lebt und mit einem Pferd nun wirklich
überhaupt nichts gemein hat. 126
Die Widersprüchlichkeit der These der Pferdeevolution wird umso deutlicher, je mehr Fossilien zusam-
mengetragen werden. Fossilien heutiger Pferdearten (Equus nevadensis und Equus occidentalis) sind in dersel-
ben Erdschicht wie Eohippus entdeckt worden. 127 Das weist klar darauf hin, dass das heutige Pferd und sein
so genannter Vorfahr zur selben Zeit lebten.
Der evolutionistische Wissenschaftsautor Gordon R. Taylor erklärt diese wenig bekannte Tatsache in sei-
nem Buch The Great Evolution Mystery (Das große Geheimnis der Evolution):
Doch die wahrscheinlich größte Schwäche des Darwinismus ist das Scheitern der Paläontologen, überzeu-
gende Phylogenesen oder Reihenfolgen zu finden, die einen größeren evolutionären Wandel zeigen... Das
Pferd wird oft als das einzige vollständig schlüssige Beispiel gezeigt. Tatsache ist aber, dass die Linie von
Eohippus zu Equus extrem unregelmäßig verläuft. Es ist beabsichtigt, ein kontinuierliches Wachstum der
Körpergröße zu zeigen, tatsächlich aber waren manche der Varianten kleiner als Eohippus und nicht größer.
Exemplare von verschiedenen Fundorten können in eine überzeugend wirkende Reihenfolge gebracht wer-
den, doch es gibt keinen Beweis, dass sie wirklich zeitlich in dieser Reihenfolge auftraten. 128
Die Ausstellung über die Evolution des Pferdes,
gezeigt im Londoner Museum für Naturgeschichte.
Diese und andere Darstellungen der "Evolution des
Pferdes" zeigen eigenständige Arten, die zu
verschiedenen Zeiten an verschiedenen Orten ge-
lebt haben, völlig willkürlich hintereinander auf-
gereiht. In Wahrheit gibt es überhaupt keine
wissenschaftlichen Entdeckungen über eine
Evolution des Pferdes.
Adnan Oktar 651