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Das Märchen des laufenden Wales


                       Tatsächlich gibt es keinen Beweis, dass Pakicetus und Ambulocetus die Vorfahren der Wale gewesen sind. Sie
                  werden lediglich von Evolutionisten, die unbedingt einen terrestrischen Vorfahren der Meeressäuger finden
                  wollen, aufgrund einiger vager Ähnlichkeiten als „mögliche Vorfahren“ beschrieben, weil das in ihre Theorie
                  passt. Doch diese Kreaturen tauchen im Fossilienbestand nur in derselben geologischen Zeit auf, es gibt aber

                  keinen Beweis für eine Verwandschaft mit den Meeressäugern.
                       Nach Pakicetus und Ambulocetus wandten sich die Evolutionisten den Meeressäugern zu und konzentrier-
                  ten sich auf Arten wie Procetus, Rodhocetus, und Archaeocetea. Sie alle sind heute ausgestorben. Wir werden spä-
                  ter darauf zurückkommen. Zwischen ihnen, Pakicetus und Ambulocetus gibt es erhebliche anatomische
                  Unterschiede.

                       Wenn wir die Fossilien betrachten, wird klar, dass es keine „Übergangsformen" sind, die miteinander ver-
                  wandt sind.
                       - Die Wirbelsäule des vierbeinigen Säugers Ambulocetus endet an der Hüfte und von ihr gehen die kraftvol-
                       len Hinterbeine aus. Es ist eine typische Anatomie für ein Landsäugetier. Bei Walen verläuft die
                       Wirbelsäule bis in den Schwanz hinein und Hüftknochen haben sie überhaupt nicht. Der Basilosaurus zum
                       Beispiel, von dem angenommen wird, dass er mehr als 10 Millionen Jahre älter ist als Ambulocetus, hat eine

                       solche Anatomie. Anders gesagt, er ist ein typischer Wal. Es gibt keine Übergangsform zwischen
                       Ambulocetus, einem typischen Landsäuger und Basilosaurus, einem typischen Wal.
                       - Unterhalb des Rückrats von Basilosaurus und des Spermwals befinden sich unabhängige kleine Knochen.
                       National Geographic behauptet, dies seien verkümmerte Beine. Doch dasselbe Magazin erwähnt, diese
                       Knochen hätten tatsächlich eine andere Funktion gehabt. „Beim Basilosaurus waren diese Knochen als

                       Kopulationsorgan ausgeprägt und beim Spermwal haben sie als Anker für die Genitalmuskulatur ge-
                       dient." 135 Diese Knochen, die in Wahrheit wichtigen Funktionen dienen, als verkümmert zu bezeichnen, ist
                       nichts als ein darwinistisches Vorurteil.
                       Trotz aller evolutionistischen Propaganda ändert sich nichts an den Tatsachen, dass es zwischen Land- und
                  Meeressäugern keine Übergangsformen gab und dass beide mit voll ausgeprägten Eigenschaften auftauchten.
                  Es gibt keine evolutive Verbindung. Carroll akzeptiert das, wenn auch widerstrebend und in der Sprache der

                  Evolutionisten: „Es ist nicht möglich, eine Folge von Mesonyziden zu identifizieren, die direkt zu den Walen
                  führen würde."    136
                       Obwohl selbst Evolutionist, unterstützt der berühmte russische Walexperte G. A. Mchedlidse die
                  Beschreibung von Pakicetus, Ambulocetus natans und ähnlichen vierbeinigen Tieren als Vorfahren der Wale

                  nicht, sondern hält sie für eine vollständig isolierte Gruppe.       137


                       Evolutionsmärchen von Ohren und Nasen
                       Ein Evolutionsszenarium für Land- und Meeressäuger muss deren verschiedenen Ohr- und
                  Nasenanatomien erklären können. Betrachten wir zuerst die Ohren. Wie bei uns gelangen die Schallwellen aus
                  der Außenwelt auch bei den Landsäugetieren durch das äußere Ohr in das Mittelohr, wo sie verstärkt werden

                  und schließlich ins Innenohr. Meeressäuger haben keine Ohren. Sie hören Töne vermittels schwingungsemp-
                  findlichen Rezeptoren im Unterkiefer. Der springende Punkt ist, dass eine Evolution durch verschiedene
                  Stadien von einem perfekt funktionierenden Gehörsystem zu einem völlig unterschiedlichen System unmög-
                  lich ist. Die Übergangsphase brächte keinerlei Vorteil. Ein Tier, das seine Fähigkeit, mit den Ohren zu hören,
                  langsam verliert, aber noch keine Fähigkeit entwickelt hat, mit dem Kiefer zu hören, befindet sich im Nachteil.

                       Die Frage, wie eine solche „Entwicklung“ sich abspielen soll ist ein unlösbares Dilemma für die
                  Evolutionisten. Die von ihnen angeführten Mechanismen bestehen in Mutationen, und diese haben dem gene-
                  tischen Informationspool eines Tieres noch niemals neue, sinnvolle Information hinzufügen können. Es ist
                  schlicht unvernünftig, zu glauben, das komplexe Gehörsystem der Meeressäuger sei das Ergebnis von
                  Mutationen.

                       Außerdem zeigen die Fossilien, dass Evolution nicht stattgefunden hat. Das Gehörsystem von Pakicetus
                  und Ambulocetus ist dasselbe, wie bei terrestrischen Säugetieren. Basilosaurus, der den beiden Landsäugern an-
                  geblich im Evolutionsbaum folgt, besitzt hingegen ein typisches Walohr. Er empfängt Töne nicht durch ein





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