Page 659 - Atlas der Schöpfung 2
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Harun Yahya
außen liegendes Ohr sondern durch seinen Kiefer. Und eine Übergangsform zwischen dem Ohr des
Basilosaurus und dem von Pakicetus und Ambulocetus gibt es nicht.
Eine ähnliche Situation gilt für das Märchen der zurückweichenden Nase. Evolutionistische Quellen ver-
weisen auf die Schädel von Pakicetus, Rodhocetus und einem heutigen Grauwal und behaupten, an ihnen sei ein
„evolutionärer Prozess“ ablesbar. Doch deren Nasenanatomien sind derart unterschiedlich, insbesondere zwi-
schen Rodhocetus und dem Grauwal, dass man sie unmöglich als Übergangsformen akzeptieren kann.
Außerdem würde die Wanderung der Nasenlöcher zur Stirn „ein neues Design” der Anatomien dieser
Tiere erfordern, und zu glauben, dies könne durch zufällige Mutationen geschehen, ist nichts als Phantasie.
Die lamarckistischen Märchen des National Geographic
Doch Evolutionisten glauben an dieses Szenario, dies liegt an einer Art Aberglauben über den Ursprung
des Lebens. Angeblich gibt es eine magische „natürliche Kraft" die den Lebewesen erlaubt, genau die Organe,
biologischen Veränderungen und anatomischen Merkmale zu erwerben, die sie benötigen. Schauen wir uns
jetzt einige interessante Passagen aus dem National Geographic Artikel „Evolution der Wale" an:
... Ich habe versucht, mir einige der Varianten der Walvorfahren vorzustellen, die man hier und in der Nähe ge-
funden hat... Als die hinteren Extremitäten sich langsam zurückbildeten, geschah in der Folge dasselbe mit den
Hüftknochen... Der Hals verkürzte sich und so erhielt der vordere Teil des Körpers einen röhrenförmigen
Rumpf, der ihn mit minimalem Widerstand durchs Wasser gleiten ließ, und die Vorderbeine nahmen die Form
von Flossen an. Da die äußeren Ohren nun nicht mehr notwendig waren, veränderten sich auch die
Gehörorgane. Wale begannen, Töne direkt durch den Unterkiefer wahrzunehmen, und sie durch besondere
Fettkissen zum inneren Ohr zu leiten. 138
Bei näherer Betrachtung dieser Gedankengänge wird die evolutionistische Denkweise deutlich. Sie sagt,
die Bedürfnisse von Lebewesen veränderten sich entsprechend der Umgebung, in der sie leben und diese
Bedürfnisänderung wird als „Evolutionsmechanismus" gesehen. Nach dieser Logik verschwinden nicht mehr
benötigte Organe und neue, nunmehr notwendig gewordene Organe erscheinen aus eigenem Willen!
Jeder mit nur minimalen Biologiekenntnissen wird wissen, dass unsere Organe nicht von unseren
Bedürfnissen gestaltet werden. Lamarcks Theorie der Weitergabe erworbener Eigenschaften an nachfolgende
Generationen wird seit ihrer Verkündung widerlegt, also seit etwa einem Jahrhundert, das ist eine bekannte
Tatsache. Doch evolutionistische Publikationen scheinen sich noch immer an der Lamarckschen Denkweise zu
orientieren. Wenn man sich dem nicht anschließt, bekommt man zu hören: „Nein, wir glauben nicht an
Lamarck. Was wir sagen ist, dass die Naturbedingungen evolutionären Druck auf die Lebewesen ausüben und
dass dadurch die passenden Eigenschaften ausgewählt werden, deswegen entwickeln sich die Arten." Doch
genau hier liegt der springende Punkt: Was die Evolutionisten „evolutionären Druck" nennen, kann nicht dazu
führen, das Lebewesen sich von selbst neue Eigenschaften entsprechend ihrer Bedürfnisse zulegen. Denn die
beiden so genannten evolutionären Mechanismen, natürliche Selektion und Mutation, die angeblich diesem
Druck unterliegen, können keine neuen Organe für Tiere hervorbringen.
- Natürliche Selektion kann nur Eigenschaften auswählen, die bereits existieren, sie kann keine neuen
Eigenschaften erzeugen.
- Mutationen können dem Genom keine neuen Informationen hinzufügen, sie können nur existierende
Informationen zerstören. Noch niemals konnte eine Mutation beobachtet werden, die dem Genom eine
eindeutig neue, sinnvolle Information hinzugefügt hätte, und dadurch ein neues Organ oder eine neue bio-
chemische Struktur ermöglicht hätte.
Wenn wir das vom National Geographic in die Welt gesetzte Märchen der sich unbeholfen bewegenden Wale
einmal mehr im Licht dieser Fakten betrachten, dann sehen wir, dass das Magazin in Wirklichkeit einen eher
primitiven Lamarckismus verbreitet. Der National Geographic Autor Douglas H. Chadwick hat versucht, „sich
vorzustellen", „mit jeder weiteren Generation perfektionierte sich die Stromlinienform ihrer Körper." Wie hätte
die morphologische Veränderung einer Art über Generationen in eine ganz bestimmte Richtung vor sich gehen
sollen? Damit dies hätte passieren können, hätte jede Generation dieser Art durch Mutationen ihre Beine ver-
kürzen müssen, diese Mutationen hätten dem Tier keinen Schaden zufügen dürfen, die Mutanten hätten einen
Adnan Oktar 657