Page 663 - Atlas der Schöpfung 2
P. 663
Harun Yahya
Die Sackgasse der Meeressäuger-Evolution
Bisher haben wir das evolutionistische Szenario untersucht, demzufolge Meeressäuger von Landsäugern
abstammen. Wissenschaftlich fundierte Hinweise auf eine Beziehung zwischen den beiden terrestrischen
Säugern (Pakicetus and Ambulocetus) die die Evolutionisten an den Anfang der Geschichte stellen, gibt es nicht.
Was ist dann mit dem Rest des Szenarios?
Hier ist die Evolutionstheorie wieder in großen Schwierigkeiten. Sie versucht, eine phylogenetische
Beziehung herzustellen zwischen Archaeocetea, einem ausgestorbenen walähnlichen Meeressäuger und heute
lebenden Walen und Delphinen. Die evolutionistische Paläontologin Barbara J. Stahl räumt jedoch ein, dass
"die gewundene Körperform und die besonders gezackten Backenzähne klarmachen, dass diese Archäozeten
unmöglich Vorfahren der modernen Wale sein können.” 140
Die evolutionistische Darstellung der Herkunft der Meeressäuger befindet sich insbesondere durch
Entdeckungen auf dem Gebiet der Molekularbiologie in einer tiefen Sackgasse. Das klassische evolutionisti-
sche Szenarium geht davon aus, dass die beiden Hauptgruppen der Wale, die Zahnwale (Odontoceti) und die
Bartenwale (Mysticeti) aus einem gemeinsamen Vorfahren hervorgegangen sind. Doch Michel Milinkovitch
von der Universität Brüssel stellte eine neue, dieser Ansicht widersprechende Theorie auf. Er führt aus, diese
auf anatomischen Ähnlichkeiten basierende Annahme, werde durch auf molekularer Ebene gemachte
Entdeckungen widerlegt:
Evolutionäre Verwandschaften unter den Wal-Hauptgruppen sind problematischer, da die morphologischen und mole-
kularen Analysen jeweils zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen kommen. Tatsächlich werden der auf morphologischen
und behavioristischen Daten beruhenden konventionellen Interpretation entsprechend die sich per Echolot orientieren-
den Zahnwale (etwa 67 Arten) und die Bartenwale (10 Arten) als zwei verschiedene monophyletische Gruppen angese-
hen… Andererseits widersprechen die phylogenetische DNS-Analyse und die Analyse der Aminosäure-Sequenzen
dieser lange akzeptierten taxonomischen Unterteilung. Die zur Gruppe der Zahnwale gehörenden Spermwale scheinen
enger mit den morphologisch ganz verschiedenen Bartenwalen verwandt zu sein als mit anderen Zahnwalen. 141
Kurz, Meeressäuger passen nicht in die evolutionären Szenarien, in die man sie hineinzwängen will.
Im Gegensatz zu den Behauptungen der evolutionistischen Propaganda über den Ursprung der
Meeressäuger haben wir es hier nicht mit einem durch empirische Daten gestützten Evolutionsprozess zu tun,
sondern mit Indizien, die so hingebogen werden, dass sie zu dem angeblichen evolutionären Stammbaum pas-
sen, trotz der vielen Widersprüche zwischen beiden.
Betrachtet man die Indizien objektiv, so ergibt sich, dass die unterschiedlichen Gruppen der Lebewesen
unabhängig voneinander auftauchten, und das ist ein überzeugender Beweis, dass alle diese Kreaturen er-
schaffen worden sind.
Säugetiere stehen auf den obersten Sprossen der so genannten evolutionären Leiter. Wenn dem so ist, dann
fällt es schwer, zu erklären, warum diese Tiere in eine aquatische Umgebung gewechselt sein sollen. Eine an-
dere Frage ist, wie diese Kreaturen es geschafft haben sollen, sich sogar besser als Fische an diese Umgebung
anzupassen, denn Tiere wie der Killerwal und der Delphin, die Säugetiere sind und deshalb Lungen besitzen,
sind noch besser an die Umgebung angepasst, in der sie Leben, als Fische, die im Wasser atmen.
Es ist ganz offensichtlich, dass die imaginäre Evolution der Meeressäuger nicht durch Mutation und natür-
liche Selektion erklärt werden kann. Ein Artikel aus dem Magazin GEO befasst sich mit der Herkunft des
Blauwals und stellt die verzweifelte Position des Darwinismus angesichts dieses Themas fest:
Die Körperanatomie des Blauwals ist - wie die aller Meeressäuger - der von Fischen ähnlich. Auch die Skelette erin-
nern an Fischskelette. Bei Walen machten die hinteren Glieder, die wir als Beine auffassen können eine zeitlich rück-
wärts gewandte Entwicklung durch und erreichten nicht ihre volle Größe. Doch es gibt nicht die geringste Information
über die Art und Weise, wie diese Veränderung von statten ging. So müssen wir annehmen, dass die Rückkehr ins
Wasser nicht in einem langsamen Übergangsprozess geschah, wie der Darwinismus behauptet, sondern in sich einer
auf kurze Zeiträume konzentrierenden sprunghaften Entwicklung. Die Paläontologen haben heute einfach nicht
genug Informationen, um sagen zu können, aus welcher Säugetierart sich die Wale entwickelt haben. 142
Adnan Oktar 661