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In der Tat ist es sehr schwer vorstellbar, wie ein kleines auf dem trockenen Land lebendes Säugetier sich in
einen 30 Meter langen Wal mit einem Gewicht von über 60 Tonnen verwandelt haben soll. Alles was die
Darwinisten in diesem Zusammenhang tun können, ist die Fortsetzung ihrer Hirngespinste, wie in dem fol-
genden Auszug aus einem Artikel des National Geographic deutlich wird:
Der Aufstieg des Wals zu seiner imposanten Größe begann scheinbar vor 60 Millionen Jahren, als haarige, vier-
beinige Säugetiere sich auf der Suche nach Schutz oder Nahrung ins Wasser wagten. Im Verlauf von Äonen ge-
schahen langsame Veränderungen. Die Hinterbeine verschwanden, die Vorderbeine verwandelten sich in
Flossen, das Haar wurde durch eine dicke, weiche Fettschicht ersetzt, die Nüstern wanderten zur Oberseite des
Kopfes, der Schwanz verbreiterte sich zu einer Flosse und der Körper bekam seine riesigen Ausmaße. 143
Die Szenarien der graduellen Evolution stellen niemanden zufrieden, nicht einmal deren Autoren selbst.
Aber untersuchen wir nun die Details dieses Märchens Stadium für Stadium, um festzustellen, wie unrealis-
tisch es tatsächlich ist.
Die einzigartige Anatomie der Meeressäuger
Um uns die Unmöglichkeit des evolutionistischen Szenarios der Meeressäuger zu veranschaulichen, las-
sen Sie uns kurz einige weitere einzigartige Eigenschaften dieser Tiere untersuchen. Wenn man die
Anpassungen bedenkt, denen sich ein Land bewohnendes Säugetier unterziehen müsste, um sich in einen
Meeressäuger zu verwandeln, scheint selbst das Wort „unmöglich“ inadäquat zu sein. Wenn während einer
solchen Umformung auch nur eine der Übergangsformen nicht auftreten würde, könnte die Kreatur nicht
überleben, was dem gesamten Prozess ein Ende setzen würde. Die Anpassungen, denen ein Landsäuger sich
beim Übergang ins Wasser unterziehen müsste, wären die folgenden:
1- Wasserspeicherung: Im Gegensatz zu anderen Meeresbewohnern können Meeressäuger kein
Salzwasser verwerten. Zum Überleben brauchen sie Süßwasser. Auch wenn wir nur begrenzte Kenntnisse
über den Süßwasserhaushalt der Meeressäuger haben, scheint es so zu sein, dass sie sich von Organismen er-
nähren, die im Vergleich zum Meerwasser einen relativ geringen Salzgehalt haben, etwa ein Drittel von dem
des Meerwassers. Daher ist Speicherung von Wasser für Meeressäuger lebenswichtig. Sie verfügen über ein
Wasserspeicherungssystem ähnlich dem der Kamele. Genau wie Kamele schwitzen die Meeressäuger nicht.
Ihre Nieren produzieren hochkonzentrierten Urin, was es dem Tier ermöglicht, Wasser zu sparen. So wird der
Wasserverlust auf ein Minimum gesenkt.
Die für die Wasserspeicherung ausgelegte Anatomie ist in den kleinsten Details erkennbar. Zum Beispiel
ernährt die Walmutter ihr Baby mit einer konzentrierten Milch, die schon einem Weichkäse gleicht. Die Milch
enthält zehnmal mehr Fett als menschliche Muttermilch. Es gibt eine Reihe chemischer Gründe, warum diese
Milch so fettreich ist. Wenn der Jungwal dieses Fett verdaut, wird Wasser freigesetzt. Auf diese Weise kann die
Mutter bei minimalem eigenem Wasserverlust den Wasserbedarf des Jungtieres decken.
2- Sicht und Kommunikation: Die Augen von Delphinen und Walen ermöglichen den Tieren sowohl über
als auch unter der Wasseroberfläche eine perfekte Sicht, also in zwei ganz verschiedenen Umgebungen. Die
meisten Lebewesen, einschließlich des Menschen, haben außerhalb ihrer natürlichen Umgebung nur eine stark
eingeschränkte Sehfähigkeit.
Die Augen aller Säugetiere sind erstaunlich komplexe anatomische Strukturen. An Land gibt es für das
Auge etliche potentielle Gefahren. Darum verfügen die Augen von Landsäugern über Augenlider, mit denen
die Augen geschützt werden können. Im Meer gehen die größten Bedrohungen für das Auge vom hohen
Salzgehalt des Wassers, vom Wasserdruck und von starken Strömungen aus. Damit die Augen der Strömung
nicht frontal ausgesetzt sind, befinden sie sich bei Meeressäugern an den Seiten des Kopfes. Zusätzlich werden
die Augen von einer harten, durchsichtigen Hornschicht vor dem in großer Tiefe herrschenden hohen
Wasserdruck geschützt. Die Augen der Meeressäuger sind so lichtempfindlich, dass sie auch in großen Tiefen,
in denen nur noch extrem wenig Licht vorhanden ist, ausreichend sehen können. Die sich hinter der kreisför-
migen Retina befindlichen Sehzellen bestehen überwiegend aus lichtempfindlichen Zellen, während die für
das Farben- und Formensehen zuständigen Sehzellen in der Minderheit sind. Darüber hinaus enthalten die
Augen der Wale eine Phosphorschicht, die ebenfalls einer besonders guten Sicht in der Dunkelheit dient.
662 Atlas der Schöpfung
(Band 2)