Page 665 - Atlas der Schöpfung 2
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Harun Yahya





                 Trotzdem ist die Sehfähigkeit nicht die wichtigste Art der Wahrnehmung bei den Meeressäugern. Sie benut-
             zen das Gehör in viel größerem Maß, als dies typischerweise bei Landsäugern der Fall ist. Damit der Gesichtssinn
             funktionieren kann, muss Licht vorhanden sein, das Gehör arbeitet davon unabhängig. Viele Wale und Delphine

             jagen in Tiefen bei völliger Dunkelheit mit Hilfe eines ihnen eigenen Sonarsystems. Insbesondere Zahnwale
             „sehen" mit Hilfe von Schallwellen. Analog zu Lichtwellen, die vom Gesichtssinn verarbeitet werden, werden die
             Schallwellen gebündelt, als Elektroimpulse zum Gehirn gesendet und dort analysiert und interpretiert. So erhält
             der Wal präzise Informationen über Form, Größe, Geschwindigkeit und Position eines Objekts, das sich in seiner

             Nähe befindet. Dieses Sonarsystem ist äußerst empfindlich, ein Delphin kann zum Beispiel einen Menschen ins
             Wasser springen hören. Auch zur Navigation und Kommunikation werden Schallwellen verwendet. So können
             zwei Wale miteinander kommunizieren, die sich hunderte Kilometer voneinander entfernt befinden.
                 Die Frage, wie diese Tiere die Töne produzieren, die ihnen zur Navigation und Kommunikation dienen, ist
             immer noch weitgehend unbeantwortet. So weit wir bis heute wissen, verdient eine bestimmte Eigenschaft des
             Delphinkörpers besondere Aufmerksamkeit: Der Schädel ist komplett schallisoliert, eine Maßnahme, die das

             Gehirn vor einem permanenten Lärmbombardement schützt.
                 Gehen wir nun folgender Frage nach: Ist es möglich, dass all diese erstaunlichen Eigenschaften der
             Meeressäuger entstanden sind durch natürliche Selektion und Mutation? Welche Mutation könnte dem
             Delphinkörper ein Sonarsystem gegeben haben und ein schallisoliertes Gehirn? Welche Art Mutation soll sei-
             nen Augen die Fähigkeit gegeben haben, in der Dunkelheit des Wassers zu sehen? Was für eine Mutation kön-

             nte zu dem äußerst ökonomischen Süßwasserhaushalt geführt haben?
                 Die Fragen nehmen kein Ende, und die Evolutionstheorie beantwortet keine einzige davon. Stattdessen tischt
             sie uns eine unglaubliche Geschichte auf. Denken wir nur an all die Zufälle, deren diese Geschichte notwendiger-
             weise im Fall der Meeressäuger bedarf. Zu allererst existieren Fische im Wasser, einfach so. Als nächstes schaffen
             sie durch puren Zufall den Übergang aufs Land. Anschließend entwickeln sie sich zu Reptilien und Säugetieren,
             wiederum allein durch Zufall; und endlich passiert es einfach so, dass einige dieser Kreaturen wieder ins Wasser

             zurückkehren, wo sie zufällig all die Eigenschaften erwerben, die notwendig sind, um darin zu überleben.
                 Kann die Evolutionstheorie auch nur die Realität eines einzigen dieser Stadien beweisen? Ganz sicher
             nicht. Sie ist weit davon entfernt, die Behauptung generell beweisen zu können, denn die Evolutionstheorie
             kann nicht einmal zeigen, wie auch nur ein einziger dieser verschiedenen Schritte stattgefunden haben soll.























































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