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... Anders ausgedrückt, Homo ist nicht die passende Gattung für die Hypodigmen von Homo habilis und Homo rudol-
fensis. Daher sollten Homo habilis und Homo rudolfensis (oder Homo rudolfensis sensu lato für die, die die taxonomi-
sche Unterteilung des "frühen Menschen" ablehnen) aus der Gattung Homo herausgenommen werden. Die
offensichtlich scheinende taxonomische Alternative, in welche der existierenden frühen Hominidengattungen man
eine oder alle beide taxae transferieren sollte, ist nicht unproblematisch, doch wir empfehlen, Homo habilis und
Homo rudolfensis in die Gattung Australopithecus einzuordnen. 160
Die Schlussfolgerung von Wood and Collard bekräftigt die Ansicht, die wir hier vertreten haben:
"Primitive Vorfahren des Menschen gibt es nicht. Die Kreaturen, die dies angeblich gewesen sein sollen, waren
in Wirklichkeit Affen, die in die Gattung Australopithecus gehören. Der Fossilienbestand zeigt, dass es keine
evolutionäre Verbindung gibt zwischen diesen ausgestorbenen Affen und Homo. Die Gattung Mensch taucht
plötzlich auf im Fossilienbestand, und zwar ohne evolutionäre Vorgeschichte.
Homo erectus
Nach dem von den Evolutionisten vorgeschlagenen phantasievollen Schema verlief die Evolution inner-
halb der Gattung Homo wie folgt: Erst Homo erectus, dann der so genannte "archaische" Homo sapiens
Neandertalensis und endlich der Cro-Magnon Mensch, der Homo sapiens sapiens. Doch all diese Klassifikationen
sind nur Variationen besonderer Rassen in der Familie der Menschen. Der Unterschied zwischen ihnen ist
nicht größer als der zwischen einem Inuit und einem Afrikaner oder einem Pygmäen und einem Europäer.
Lassen Sie uns zuerst Homo erectus untersuchen, der als die primitivste Art Mensch gilt. Homo erectus heißt
"aufrechter Mensch". Evolutionisten sehen diese Fossilien von anderen getrennt, weil sie ihnen die Eigenschaft
der "Aufgerichtetheit" zuschreiben, da alle bisher gefundenen Homo erectus Fossilien gerade sind, was man bei
den Australopithecinen oder den so genannten Homo habilis Arten nicht beobachten kann. Es gibt keinen
Unterschied zwischen dem postcranialen Skelett des heutigen Menschen und dem des Homo erectus.
Der Hauptgrund der Evolutionisten, Homo erectus als "primitiv" zu bezeichnen, sind seine dicken, vorste-
henden Augenbrauen und sein Schädelvolumen von 900-1100 Kubikzentimetern, das geringer ist, als das des
durchschnittlichen heutigen Menschen. Doch es gibt viele heute lebende Menschen, die dasselbe
Schädelvolumen wie Homo erectus haben, Pygmäen zum Beispiel, und andere Rassen haben vorstehende
Augenbrauen, wie zum Beispiel australische Ureinwohner. Es ist eine allgemein anerkannte Tatsache, dass
Unterschiede des Schädelvolumens nicht notwendigerweise Unterschiede der Intelligenz und der Fähigkeiten
bedeuten. Intelligenz hängt vielmehr von der internen Hirnorganisation ab, als von der Hirngröße. 161
Die Fossilien, die Homo erectus in der ganzen Welt bekannt gemacht haben, sind die des Peking-Menschen
und des Java-Menschen aus Asien. Doch inzwischen hat man erkannt, dass diese beiden Fossilien wenig ver-
lässlich sind. Einige Elemente des Peking-Menschen sind aus Gips gefertigt, weil die Originalteile verloren gin-
gen, und der Java-Mensch ist zusammengesetzt aus einem Schädelfragment und einem Beckenknochen, der
einige Meter entfernt lag, und es kann nicht als gesichert gelten, dass beide zu derselben Kreatur gehören. Aus
diesem Grund erlangen in Afrika gefundene Fossilien steigende Bedeutung. Hierzu muss auch bemerkt wer-
den, dass manche der Fossilien des Homo erectus von einigen Evolutionisten in einer zweiten Art namens Homo
ergaster zusammengefasst werden. Die Experten sind sich uneinig bei diesem Thema. Wir werden hier all diese
Fossilien unter der Klassifikation Homo erectus abhandeln.
Das berühmteste afrikanische Homo erectus Fossil ist das "Narikotome Homo erectus" oder der "Turkana
Junge", der nahe dem Turkanasee in Kenia gefunden wurde. Es ist sicher, dass es sich um das Fossil eines 12
Jahre alten Jungen handelt, der, wenn er erwachsen geworden wäre, eine Größe von 1,83 Meter erreicht hätte.
Die aufgerichtete Skelettstruktur unterscheidet sich nicht vom heutigen Menschen. Der amerikanische
Paläoanthropologe Alan Walker sagt, er zweifle daran, "dass ein durchschnittlicher Pathologe den Unterschied
zwischen dem Fossilskelett und einem heutigen Menschen erkennen könnte". Über den Schädel schrieb
Walker, er habe auflachen müssen als er ihn sah, weil er so große Ähnlichkeit mit dem Neandertaler aufwies. 162
Der Neandertaler aber ist - wie wir im nächsten Kapitel sehen werden - eine heutige Menschenrasse, demnach
ist auch Homo erectus eine heutige Menschenrasse.
Sogar der Evolutionist Richard Leakey stellt fest, dass die Unterschiede zwischen Homo erectus und dem
heutigen Menschen nicht mehr als rassische Varianten sind:
Man kann auch Unterschiede sehen: in der Schädelform, wie weit das Gesicht vorsteht, die Stärke der Brauen etc.
672 Atlas der Schöpfung
(Band 2)