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IAA VORSCHAU E-LKW
Ist die Zeit jetzt reif? Daimler ©
Mit der Präsentation des Mercedes-Benz Urban eTruck erklärt der
Daimler-Konzern die Elektromobilität auch im Lkw-Business zur
Zukunftsperspektive. Trotzdem bleiben noch viele Fragen offen.
J etzt dreht sich das Thema“, er- derflurportalachse wurde für den kehr nicht so sehr ins Gewicht – ist Zeit keinen reinen Elektro-Lkw
klärt der Vorstandsvorsitzende
Einsatz im Lkw modifiziert, um
aber trotzdem noch viel.
günstiger produzieren können wird
von Daimler-Trucks, Wolfgang wenigstens auf 200 Millimeter Bo- als sein Diesel-Äquivalent.
Bernhard. Und meint damit die denfreiheit zu kommen. DIE AKKUPREISE BLEIBEN Immerhin hat man mit dem
Elektromobilität für schwere Lkw. Achse, Akkus und Steuertech- DAS GROSSE HANDIKAP Großserienpaket, das sich zahlrei-
Zahlreiche Kunden hätten nik samt Temperierung der Batte- Außerdem wären da noch die Prei- cher bewährter Baugruppen be-
bereits in der Konzernzentrale an- rien wiegen zusammen 1,7 Tonnen se für die Akkus. Sie sind immer dient, schon mal einige Probleme
gefragt und mit dem ersten voll- mehr als die sonst verbaute Diesel- noch so hoch. Und Bernhard muss des Kleinserien-Lkw „E-Force“
elektrischen Lkw auf Antos-Basis technik. Das fällt im Verteilerver- einräumen, dass man auf absehbare (siehe TRUCKER 9/16) beseitigt.
(zul. GG bis 26 t) liefert Daimler
nun einen konkreten Vorschlag,
wie ein schwerer Elektro-Lkw aus-
sehen könnte. Wenn auch nur für
den Verteilerverkehr, wo 200 Kilo-
meter Reichweite genügen dürften.
Das ist schon mal der erste
Knackpunkt. Die Reichweite gene-
riert Daimler über drei Batteriepa-
kete. Die sind mittig im Rahmen
eingehängt, steifen diesen aus und
bringen den Schwerpunkt nach un-
ten. Die aus dem Stadtbusmodell
übernommene 11,5-Tonnen-Nie- Die Akkus platzierte Mercedes mittig im Rahmen Spätestens nach 200 Kilometern muss nachgeladen werden
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