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biologische Maschine Mensch
Essenzielle Fettsäuren sind Fettsäuren, die der Körper nicht selbst
aus anderen Stoffen herstellen kann, sondern durch die Nahrung
aufgenommen werden müssen, und gehören damit – neben den
Essenziellen Aminosäuren und einigen Mineralien – zur Gruppe der
Essenziellen Stoffe. Die Essenziellen Fettsäuren sind Linolsäure
(eine Omega-6-Fettsäure) und Linolensäure (eine Omega-3-
Fettsäure).
Die essenziellen Fette sind am Transport von Nährstoffen und Stoff-
wechselprodukten beteiligt und werden damit auch für die
Regeneration der Zellen benötigt. Die Omega-3-Fettsäuren werden
hierbei insbesondere für den Herzkreislauf, das Immun- und das
Nervensystem benötigt. Ein Mangel an Omega-3-Fettsäuren kann
Krankheiten wie hohen Blutdruck, hohe LDL-Cholesterinwerte,
Herzerkrankungen, Diabetes mellitus, Rheumatoide Arthritis, Os-
teoporosis, Depression, Bipolare Störung, Schizophrenie, Aufmerk-
samkeitsdefizit, Hautkrankheiten, entzündliche Darmerkrankungen,
Asthma, Darmkrebs, Brustkrebs und Prostatakrebs begünstigen.
Bei den Omega-3 Fetten gilt es zudem zu beachten, dass pflanzli-
che Quellen α-Linolensäure (ALA) enthalten, während Fisch
Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) liefert.
Gesundheitliche Vorteile ergeben sich sowohl durch die pflanzliche
als auch die tierische Variante, da der menschliche Körper
enzymatisch ALA in EPA und EPA in DHA umwandeln kann. Ein ge-
sundheitlicher Vorteil durch die Ergänzung von Omega-3 über die
Einnahme von Fischölkapseln ist hingegen nicht nachgewiesen.
Die Fette werden auch für Ausdauersport benötigt. Da der Körper
nur eine geringe Menge an Kohlenhydraten speichern kann, können
bei entsprechender sportlicher Betätigung bereits nach 30 Minuten
die Kohlenhydrat-Reserven aufgebraucht sein. Für längere Betäti-
gung greift der Körper auf Fette zu, weshalb für Ausdauersport eine
höhere Mengen an Essenziellen Fettsäuren konsumiert werden
muss.
C. Herzog
klette1967@gmail.com