Page 50 - Was will Gott_Neat
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Augen haben, haben die Zusage, dass ihnen reichlich
vergolten werden soll, was sie den leiblichen und den
geistlichen Vätern Gutes getan und ihnen Ehre erwie-
sen haben. Nicht dass sie für ein oder zwei Jahre Brot,
Kleidung und Geld haben sollen, sondern ein langes
Leben, Nahrung und Friede und sie sollen ewig reich
und selig sein. Darum tue nur, was du zu tun schuldig
bist, und lass Gott dafür sorgen, wie er dich ernährt und
ausreichend versorgt. Er hat es versprochen und noch
nie gelogen, so wird er auch dich nicht belügen. Dies
soll uns immer wieder anspornen, diejenigen mit Lust
und Liebe in unser Herz aufzunehmen, denen wir Ehre
schuldig sind. Wir sollen unsere Hände zu Gott erhe-
ben und ihm, der uns diese Zusage gegeben hat, fröh-
lich danken. Um ihretwillen sollen wir bis ans Ende der
Welt laufen. Denn auch die ganze Welt kann unser Le-
ben nicht um eine Stunde verlängern oder auch nur ein
Korn aus der Erde wachsen lassen. Gott aber kann und
will dir alles überreichlich geben – so, wie es dein Herz
verlangt. Wer das verachtet und in den Wind schlägt,
ist es überhaupt nicht wert, dass er ein Gotteswort hört.
Das alles ist sehr ausführlich denjenigen gesagt, an die
sich dieses Gebot richtet. Auch den Eltern ist zu pre-
digen, was ihr Amt ist – wie sie sich denen gegenüber
verhalten sollen, für die sie die Verantwortung haben.
In den Zehn Geboten ist es zwar nicht zu lesen, aber
es ist sonst an vielen Stellen der Heiligen Schrift reich-
lich geboten. Auch will es Gott in diesem Gebot mit in-
begriffen haben, denn er redet ja von Vater und Mutter;
und er will nicht, dass böse Buben und Tyrannen dieses
Amt innehaben. Er gibt ihnen auch nicht deswegen die
Vollmacht und das Recht zu regieren, dass sie sich an-
beten lassen, sondern sie sollen daran denken, dass auch
sie Gott Gehorsam schulden, und sollen darauf bedacht
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