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DIE "PROTEINOIDE" DES
SYDNEY FOX
Sydney Fox, der von Millers
Szenarium beeinflusst war,
kreierte die oben abgebildeten
Moleküle, die er "Proteinoide"
nannte, indem er Aminosäuren
miteinander verband. Doch
diese Ketten funktionsloser
Aminosäuren hatten nichts gemeinsam mit den Proteinen, aus
denen die Körper der Lebewesen bestehen. Tatsächlich zeigten all
diese Anstrengungen nicht nur, dass Leben nicht zufällig entsteht,
sondern auch, dass man es nicht unter Laborbedingungen
reproduzieren kann.
Zerstörerische physikalische und chemische Effekte durch ultraviolettes Licht und andere
Naturbedingungen hätten die Proteinoide zersetzt. Wegen des Le Châtelier Prinzips hätten sich die
Aminosäuren auch nicht im Wasser kombinieren können, um der UV-Strahlung zu entgehen. Im Licht all die-
ser Restriktionen ist die Idee, Proteine könnten die Basis des Lebens gebildet haben, später von der
Wissenschaft aufgegeben worden.
Die Herkunft der DNS Moleküle
Unsere bisherigen Untersuchungen haben ergeben, dass sich die Evolutionstheorie auf molekularer Ebene
in großer Verlegenheit befindet. Evolutionisten können die Entstehung von Aminosäuren in keiner Weise er-
klären und die Proteinbildung ist ein weiteres Rätsel.
Doch die Probleme sind nicht auf Aminosäuren und Proteine beschränkt, diese sind erst der Anfang. Die
extrem komplexe Struktur einer Zelle führt die Evolutionisten in eine andere Sackgasse. Denn die Zelle ist
nicht nur eine Ansammlung von aus Aminosäuren bestehenden Proteinen, sondern sie ist eines der komple-
xesten Systeme, das der Mensch je gesehen hat.
Während die Evolutionstheorie sich noch abmühte, eine zusammenhängende Erklärung für die Existenz
der die Basis der Zellstruktur bildenden Moleküle zu finden, schufen neue Erkenntnisse der Genforschung
und die Entdeckung der Nukleinsäuren (DNS und RNS) ganz neue Probleme für die Theorie. 1953 läuteten
James Watson und Francis Crick mit ihrer Arbeit über die Struktur der DNS (Desoxyribonukleinsäure) ein
neues Zeitalter der Biologie ein.
Das DNS Molekül im Zellkern jeder einzelnen der 100 Trillionen Zellen unseres Körpers enthält den kom-
pletten "Bauplan" für dessen Konstruktion. Die Informationen über sämtliche Merkmale eines Menschen, von
der physischen Erscheinung bis zum Aufbau der inneren Organe, sind in der DNS niedergelegt. Sie besteht aus
der Abfolge chemischer Bausteine, den so genannten Nukleotiden. Grundsätzlich kommen vier verschiedene
Nukleotide vor, die von Fall zu Fall in unterschiedlicher Reihenfolge und Gesamtzahl aneinandergefügt sind.
Der genetische Code kennt somit nur vier verschiedene Buchstaben: A, T, G und C, benannt nach den
Anfangsbuchstaben der Namen der vier Nukleotide. Dieses Vierer-Alphabet ist von wahrhaft globaler
Gültigkeit, es gibt kein einziges Lebewesen, das nicht darauf zurückgreifen würde. Alle strukturellen
Unterschiede zwischen den Menschen basieren auf Variationen der Reihenfolge dieser vier Buchstaben. Außer
der Beschreibung der Eigenschaften wie Größe, Augen-, Haut- und Haarfarbe enthält die DNS die
Informationen über die Anatomie der 206 Knochen, der 600 Muskeln, der 100 Millionen Neuronen, 1000
Trillionen synaptischer Verbindungen zwischen den Neuronen des Gehirns, 97000 Kilometer Venen und über
die 100 Trillionen Zellen des menschlichen Körpers. Wollten wir die in der DNS enthaltenen Informationen
aufschreiben, müssten wir eine Bibliothek von 900 Bänden zu je 500 Seiten anlegen. Diese Informationsmenge
befindet sich im Zellkern des DNS Moleküls, dass winziger ist als ein hundertstel Millimeter.
DNS kann nicht durch Zufälle erklärt werden
Ein Fehler in der Nukleotidsequenz würde das betroffene Gen völlig nutzlos werden lassen. Berücksichtigt
man, dass es etwa 300000 Gene im menschlichen Körper gibt, wird klar, wie unmöglich es ist, dass diese sich in
704 Atlas der Schöpfung
(Band 2)