Page 289 - Stiftung Warentest - Warenkunde Brot - Gutem Brot auf der Spur
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Rundwirken


          Formen eines runden Brotlaibes.

          Sauerteig

          Traditionelles Triebmittel für Brotteige, das aus den im Mehl natürlicherweise vorhandenen Mikroorganismen
          (Spontansauerteig) oder über laborative bis industrielle Verfahren entsteht (Reinzuchtsauerteig).


          Schleifen

          Straffes Rundformen von kleinen Teiglingen (z. B. für Brötchen) in der hohlen Hand.

          Schleimstoffe / Pentosane

          Zu den Ballaststoffen zählende Stoffgruppe. Bildet in Roggenteigen anstelle des Glutens das Teiggerüst und bindet
          deutlich mehr Wasser als Gluten.

          Schluss

          Die Naht, die beim Wirken eines Teiglings entsteht. Mit Schluss nach oben gebackene Brote bekommen meist einen
          sehr wilden, rustikalen Ausbund.

          Schüttflüssigkeit


          Die für die Teigzubereitung nötige Flüssigkeit (meist Wasser). Über die Menge der Schüttflüssigkeit wird die Saftigkeit
          und Frischhaltung des Brotes gesteuert. Die Temperatur der Schüttflüssigkeit ist die einzige Möglichkeit, die optimale
          Teig​temperatur einzustellen.

          Spontansauerteig

          Durch spontane Gärung hergestellte Sauerteigkultur. Spontansauerteig ist die natürlichste Art von Sauerteig.

          Stockgare

          Erste Garphase des Teiges (nach dem Kneten), wird auch Teigruhe genannt. Eine lange Stockgare, kombiniert mit
          einer kurzen Stückgare, provoziert in Broten eine eher unregelmäßige, grobe Porung der Krume.

          Stückgare

          Zweite Garphase des Teiges nach dem Wirken, wird auch Teigreifung genannt. Eine kurze Stockgare kombiniert mit
          langer Stückgare provoziert in Broten eine eher gleichmäßige, feine Porung der Krume.

          Schwaden

          Ein meist kurzer, kräftiger Dampfstoß nach dem Einschießen des Teiglings. Ziel ist eine schnelle Wärmeübertragung
          auf den Teig, guter Ofentrieb und eine schön gebräunte Kruste. „Schwadengabe“ meint das Zuführen des Schwadens
          beim Einschieben der Teiglinge in den Backofen. Je nach Brotsorte kann unterschiedlich stark beschwadet werden.
          Außerdem kann der Bäcker mit dem Zeitpunkt der Schwadengabe und des Schwadenabzugs den Ofentrieb und die
          Qualität der Kruste steuern.

          Teigausbeute (TA)

          Verhältnis von Mehl zu Flüssigkeit im Teig. Ist ein Maß für die Teigkonsistenz. Je höher die Teigausbeute, umso
          weicher der Teig. Üblich sind Teigausbeuten zwischen 155 und 180 (55–80 % Flüssigkeit, bezogen auf die
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